Donnerstag, 30. Oktober 2014

Vorlesen in Zeiten der digitalen Wunderwelt

Seit Dienstag, dem 28.Oktober, ist sie wieder in aller Munde - die Vorlesestudie 2013 der Stiftung Lesen! Die Nachrichten konnten es nicht oft genug wiederholen, dass ein Drittel der Eltern mit Kindern im Vorlesealter (zwei bis acht) diesen nicht genug vorliest. Gerade bei Familien mit Migrationshintergrund und in bildungsferne Schichten kommt das Vorlesen meist zu kurz. Aber auch berufstätige Eltern finden nicht jeden Tag Zeit ihren Kindern ein Buch vorzulesen, wer kann es ihnen verübeln?

Ein Lesedienst der digitalen Wunderwelt

Am 02.Oktober nahm ein neuer Lesedienst seine Arbeit in der digitalen Welt auf - LivingKidsBooks. Auf der Plattform werden Buchfilme von ausgewählten Kinderbüchern angeboten. Statt knallbunter Sound-und Grafikeffekte, ist lediglich die jeweilige Buchseite zu sehen und zeitgleich wird der Text von einem professionellen Sprecher kindgerecht vorgetragen.  Das Vorlese-Erlebnis für das Kind ist nahe an dem, was es von Eltern oder Großeltern her kennt - nur eben nicht auf dem Schoß des jeweils Vorlesenden, sondern mit einem handlichem Smartphone in den Fingern.

Praktisch für unterwegs - ja.
Praktisch für zwischendurch, wenn Mama/ Papa kocht oder das Geschwisterkind beim Ballett zuschauen muss - keine Frage.
Lesevergnügen mit Kuscheln, Fragen stellen, Bilder anschauen, Buchseiten verknicken, fühlen - Fehlanzeige.

Für meine Kinder leider nichts, denn sie würden sicher nach einem Spiel auf dem Handy suchen, Bilder machen, unsinnige Videos drehen und das Buch, Buch sein lassen ;-)

Lesekompetenz und Bildung liegen eng beieinander

Tatsächlich nimmt die Lesekompetenz unerser Kinder ab. Sind das die apokalyptischen Zeichen unserer digitalisierten Welt oder kann die digitale Medienlandschaft ein Anreiz für mehr Vorlesen bieten? Ich selbst gehöre noch immer zu den steinzeitlichen Elternmenschen, die statt einem Smartphone oder einem Tablet, das gute alte Kinderbuch in der Tasche haben - zur Not auch Comics, denn egal was sie lesen, der springende Punkt ist doch, sie tun es überhaupt!

Der bundesweite Vorlesetag als Zeichen gegen Lesefaulheit

Der bundesweite Vorlesetag initiiert durch DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn AG am 21.November 2014 soll die Menschen an jedem Ort und in allen Bildungsschichten erreichen und für das Vorlesen werben. Auch 90 Prozent der zur Studie befragten Eltern begrüßen diesen Aktionstag als Zeichen für mehr Lesefreude. Im letzten Jahr haben sich bundesweit über 500.000 Vorleser/innen auf den Weg in deutsche Klassenzimmer, Kindergärten und sonstige Einrichtungen begeben - ein Rekordhoch!
Ich persönlich halte diesen Tag allerdings als Tropfen auf den heißen Stein: berühmte Berühmtheiten, Politiker und andere hochkarätige Menschen, die ihr Konterfei gern in der Zeitung sehen, gehen in Schulen und lesen dort für eine Stunde aus einem Kinderbuch vor. Die Presse kommt, macht ein Bild und weiter gehts.

Mehr Lesepaten braucht das Land

Dabei wäre es viel einfacher, den Kindern in den Kindergärten (sorry, Kindertagesstätten) und Grundschulen das Lesen schmackhaft zu machen. Richtet Lesepatenschaften ein, holt euch Menschen ins Boot, die mit dem geschriebenem Wort aufgewachsen sind und heutzutage mehr als genug Zeit haben, um der Generation von morgen Pippi Langstrumpf, Fünf Freunde oder Emil und die Dedektive vorzulesen.
Lesepaten können auch Grundschüler sein, die in Kindergärten vorlesen, Eltern, Omas und Opas, Freiwillige vor ... lasst euch was einfallen, um der nachfolgenden Generation das Lesen näher zu bringen!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Stroy-Pics #43: Ein Hufeisen als Glücksbringer

Kürzlich - nein, es ist schon wieder Wochen her - wurde ich von Frau Tonari gefragt, ob ich überhaupt noch mitmachen würde, bei den Story Pics. Eigentlich schon, meinte ich. Aber leider habe ich es bisher nicht wirklich geschafft ... Erst quälte mich mein 'schwarzer Hund', dann waren Sommerferien, dann wurde mein Jüngster eingeschult, dann gab es berufliche Veränderungen und ich darf jetzt in einer Schule eine Kunst-AG leiten, dann kamen die ganzen Elternabende, Schulfest, Projektwoche, ein kaputter Router (und die damit verbundene Internetabstinenz), die Veröffentlichung meines Kurratgebers und dann wieder die Herbstferien ... Himmel! Mein Blog hat darunter mehr als gelitten.


Die letzten Wochen des Jahres, werde ich mich also anstregen, dass auch in meiner Geschichte noch einige Worte verarbeitet werden können. Und das Hufeisen auf dem obrigen Bild wird mir als Glücksbringer dabei helfen :-)



eure SaMaRia

***

Um den Schreiberinnen die Arbeit zu erleichtern, werde ich meine Story-Pics jede Woche unter dem Beitrag zusammenfassen. 

Meine Story-Pics 2014

Schuhe, Mutprobe, Tomate, Waldweg, Tee, Herz, Schnuller, Hund, Ausblick, Wolken, überleben, neugierig, rostig, träumen, Arbeit, Erdbeere(n), Eis essen, Hufeisen

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Pubertät, ich komme!

Sobald das erste Kind das Licht der Welt erblickt, wittern Großkonzerne und Werbeveranstalter das große Geld. Sie bestechen die Mitarbeiter in allen möglichen Einwohnermeldeämtern, um an die Adressen junger Eltern zu gelangen. Sie preisen ihnen die besten Windeln, den sichersten Spielkram und die elternfreundlichsten Zeitschriften an. Eine dieser Firmen ist leider auch an unsere Adresse gekommen.





Verwirrt hat mich nicht DASS diese Post in unseren heimischen Briefkasten geflattert kam, sondern WAS darauf zu lesen war:

Sprechen Sie mit Ihrer Tochter über die Pubertät!
Ist das wirklich schon soweit? Es ist doch noch gar nicht so lange her, da habe ich meinen kleinen Schreihals im Kinderwagen durch die Stadt geschoben, versucht sie in den Schlaf zu wiegen und ihr für die erste Kinderkarnevalsveranstaltung ein Kostüm gebastelt.

Dabei liegt das Thema schon viel länger in der Luft, als ich mir im Hier und Jetzt eingestehen will.

Letztens fragte sie noch: "Welchen Monat haben wir?"
Ich darauf: "Oktober. Warum?"
Sie dann: "Dann hat Lara nächsten Monat Pubertät."

Pubertät ist in ihren Augen noch so etwas wie eine Krankheit, was man bekommt und irgendwann hoffentlich auch wieder los wird. Wie ein Schnupfen, der mit Nasenspray behandelt werden kann und dann irgendwie doch von allein wieder verschwindet.

Meine Große ist noch so unbedarft, so kindlich in ihrem Verständnis und doch so kurz vor dem Sprung, eine junge Dame zu werden. Kürzlich fragte sie, ob es denn weh tät, Pubertät zu haben. Ich wollte ihr nicht sagen, dass es eigentlich für uns Eltern anfangs am schmerzlichsten ist, zu sehen, wie aus unseren Kleinen große Leute werden. Mit dem Gedanken muss ich mich erst einmal anfreunden und vielleicht doch die ein oder andere Lektüre über diese 'Krankheit' lesen, damit mich der Zeitpunkt nicht genauso überrascht, wie diese Werbebeigabe.

Hat vielleicht jemand einen Literaturtipp für das Überleben mit pubertärem Junggemüse? Immer her damit :-)


Muttis Testküche: Papageienkuchen als Backmischung

Wer kennt das nicht: Es melden sich einige Freunde der Kinder zum Spielen an und plötzlich springen statt der üblichen drei Verdächtigen sechs Kinder durch den Garten. Wie die Heuschrecken fräsen diese dann meinen Schnuckerschrank leer!
Darum habe ich mir für solche Momente, Backmischungen im Schrank gestellt. Ja, nun schaut nicht so entgeistert! Ein davon ist die Mischung "Papageienkuchen fürs Blech" von Kathi.


Als Kind der ehemaligen DDR kenne ich diese Art Kuchen noch von diversen Kindergeburtstagen. Hach, und die Erinnerungen machen gleich ein paar Jährchen jünger :-)
Die Packung enthält eine Backmischung für den Teig, einer Portion Puderzucker, Lebensmittelfarbe in rot und grün und natürlich die begehrten Zuckerstreusel.



Für die Zubereitung die Backmischung, zusätzlich noch 3 Eier, 150 ml Mineralwasser und 170 ml (150 g) Pflanzenöl in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen oder dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe ca. eine Minute zu einem glatten Teig verarbeiten. Fleißige Kinderhände helfen natürlich beim Rühren. Der Grundteig wird - je nach Farbauswahl - in drei oder vier Portionen aufgeteilt und mit dem Farbstoff, mit Kakaopulver vermengt. Erfahrungsgemäß wird der Teig durch den Zusatz (besonders beim Kakao) etwas zu dick. Darum einfach etwas Milch nachliefern.



Und dann geht es an Kleckseln. Abwechselnd die verschiedenen Teigfarben auf dem Blech verteilen und für 20 Minuten bei 180°C ab in den Ofen!


Nach dem Auskühlen mit dem Zuckerguss bestreichen und die Zuckerstreusel - sollten diese vorher nicht im Bauch der Kinder gelandet sein - auf dem Kuchen verteilen. Fertig in gut einer Stunde!

Beim Kindergeburtstag meines Jüngsten kam der Kuchen gut an - allerdings wollte keiner der Jungs ein rosafarbendes Kuchenstück! Warum bloß? Vielleicht ersetze ich beim nächsten Jungs-Geburtstag den rosa Teig durch blaue Lebensmittelfarbe.

Viel Spaß beim Nachbacken

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kleine Kinderfüße - Lärmbelästigung?



Heute morgen öffnete ich mein Mail-Postfach und mich traf der Schlag. Überschrieben war diese Mail mit der treffenden Betreffzeile Kleine Kinderfüße. Ich erhalte oft Mails, die sich auf meinen Blog beziehen, mit Meinungen, erfrischenden Anregungen und Angeboten, Dinge aus dem Kinderalltag auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Aber so eine Nachricht habe ich noch nie erhalten. Ich wünsche frohes Lesen :-)

Guten Tag, liebe Frau Erdmann, 
wir kennen uns nicht persönlich und ich hätte Sie auch gerne lieber am Telefon gesprochen, aber dieses ist wohl nicht möglich, da ich die Rufnummer verlegt habe. Ich stelle mich nur kurz vor:
Mein Name ist Jessica Hahn* und ich wohne über Ihrer Schwiegermutter in der Heide. Und hier ist schon das Problem, nicht direkt Ihre Schwiegermutter, wenn ich auch hier eigentlich keinen direkten Kontakt mehr haben möchte, aber es ist halt so, dass ich sie schon früher desöfteren darauf angesprochen habe,dass Ihre "Enkel" doch sehr viel und laut herumtollen. Gerade am Wochenende ist das für uns sehr "nervend".

Bitte, das ist jetzt wirklich nicht bös gemeint. Kindermüssen spielen und toben, ganz klar und in einem gewissen Rahmen durchaus zu tolerieren. Aber die letzten Tage waren doch schon sehr krass.
Ich habe wirklich nicht´s gegen das Laufen an sich, ehrlich nicht, aber  das ist so ein, tja wie beschreibe ich das jetzt Mal, so ein "Wummsen" das den ganzen Abend geht. Ich denke, dass der "grösste Tober" Ihr "Kleinster" ist. Wie war gleich der Name?

Ich hatte, als ich noch Kontakt zu Ihrer Schwiegermutter hatte einmal angedacht, anderes Schuhwerk auszutesten, oder halt die Bitte auszusprechen ein wenig "softer" zu laufen.
Ich weiss, das ist schwer hinzukriegen. Ist ja auch nur so ein Gedanke gewesen. Leider kam von Seiten der o.g. Person keinerlei positiver Rückhalt. (Was mich persönlich soooo enttäuscht hat, da wir ja doch die eine oder andere "kindliche Unterstützung geleistet haben.
Und ich möchte auch wirklich nicht gerne hetzen. Ich denke. Ihre Schwiegermutter hat Glück, dass unser Cedric* immer brav auf seinem Stuhl sitzt und nur mal ab und zu "Weihnachtslieder" aus dem Bad erschallen. (Ich weiss wirklich nicht warum, aber er ist der grösste "Weihnachtslieder-Fan" aller Zeiten. Nur leider mag ich seitdem "Frank Sinatras" White Christmas so gar nicht mehr, weil ich es einfach schon so oft gehört habe / A.d.V.)
Wäre es vielleicht möglich, ein ganz klein wenig Unterstützung zu bekommen?!?!
Wir haben hier in unserem kleinen. selbstständigen Handel auch eine kleine Änderung vorgenommen und sind mit unserem "Betrieb" in diesem Jahr umgezogen und haben uns ein wenig vergrössert, aber das braucht halt "Nerven". Und ich mag es so, am Abend bei einem guten Buch zu entspannen. Nur leider wäre da das obige Problem.....
Im Übrigen bin ich ganz begeistert, was ich beim googeln über Ihre Tätigkeiten herausgefunden habe. FINDE ICH EINFACH NUR TOLL !!!! Dieser Mut !!! Bitte, das ist wirklich kein Meckern, nur die Bitte einer Problemlösung !!!
Ganz herzlichen Dank für Ihr Verständniss und liebe Grüsse aus der "Bronx"
*Namen von der Redaktion geändert

Jetzt mal im Ernst: Wie laut dürfen Kinder durch die Wohnung laufen? Wann gilt das Herumtrappeln Kleiner Kinderfüße als Lärmbelästigung? Und warum, zum Henker, beschwert sich die Person, die oben darüber wohnt und nicht die Familie, die darunter ihre Bleibe hat?

Nur gut, dass wir jetzt hier bei uns zu Hause ein eigenes Klavier stehen haben, denn dann kann ich unser Keybord mit zu den Schwiegereltern nehmen. Und wenn dann die Kurzen mal in den Ferien (ja, fast ausschließlich in den Ferien, und nur für ein oder zwei Tage!!!) mal dort übernachten, dann hat die oben verfasste Person einen Grund mehr, mir eine solche Mail zu schicken. ;-)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Bastelsets von BakerRoss - der Herbst kann kommen

Pünktlich zum schlechten Wetter kam das Herbst-Halloween-Bastelpaket von BakerRoss bei uns an und die Kinder haben sich voller Begeisterung draufgestürzt. Mit Halloween haben wir hier eigentlich wenig bis gar nichts am Hut. Darum würde ich die Halloween-Bastelsets gern verschenken. Wer möchte einfach HIER schreien. Alle Formalitäten können wir dann klären.


Jetzt aber erst einmal zum Paket. Besonders beliebt waren die Herbststicker aus selbstklendem Moosgummi bei meiner Minimonsterbande. Diese wurden sofort in Bildergeschichten eingebunden.


Auch die Gruselaufkleber wurden sofort ausprobiert und die fertigen Kunstwerke in der Küche aufgehangen.


Wenn ich es endlich schaffen würde, meine Fenster zu putzen, dann könnte ich zusammen mit den Kids die herrliche Fensterdeko aus bunten Herbstblättern anbringen. Toll hierbei: Die Löcher für die Transparentfolie sind bereits vorgestanzt, weshalb das lästig Ausschneiden mit dem Cutter entfällt! Praktisch und ungefährlich für kleine Kinderhände und schusselige Mütter ;-)


Auch die bunten Schleifenbänder und Transparentfolie in bunten Herbstfarben sind in dem Bastelset mit dabei! Vielleicht werde ich aus den vorgestanzten Blättern Schablonen basteln, um meine restlichen Fenster auch noch herbstlich gestalten zu können. Genug Papier und Karton habe ich ja jetzt!

Und nun zu den Halloween-Bastelsets, die ich euch gern verschenken würde ...


Ein Set mit lustigen Halloween-Fensterbildern und den passenden Faserstiften dazu.


Außerdem ein Bastelset, um die vielen Süßigkeiten nach Hause tragen zu können und ein Halloween-Mobile fürs Kinderzimmer oder um sein Haus gruselig zu dekorieren. Und zum Schluss noch das 3D-Spukhaus.

Wie gesagt, wir feiern bei uns zu Hause kein Halloween und vielleicht kann ich dem Einen oder Anderen damit eine kleine Freude bereiten. Einfach 'ne kurze Nachricht im Kommentarfeld hinterlassen.

Schreibt mir eure Meinung