Sonntag, 24. November 2013

Schnapp-Wort #47: S wie Sisyphus (oder man sieht die Pilze vor lauter Wald nicht mehr)

Haha, dieses Wort wollte ich schon immer mal für irgendetwas gebrauchen dürfen. Und nun steht in Woche 47 der Schnapp-Wort-Aktion von Sunny das S im Mittelpunkt der Betrachtung, was mich dazu veranlasste, nach meinem Lieblingswort-Bild zu graben.


S wie Sisyphus

Und da haben wir es: Der kleine Junge steht nach vier Stunden im Wald immer noch mit einem fast leeren Körbchen da. Er sucht und sucht, aber die Pilze haben sich so gut versteckt, da hilft kein Jammern und kein Motzen. Es ist Sisyphus-Arbeit, wie wir gebildeten Erwachsenen zu sagen pflegen.

Aber woher kommt diese Bezeichnung? 

Laut dem Schlaumeier-Online-Lexikon benennt dieser Begriff eine Art Tätigkeit, die sinnlos und schwer zugleich, dabei aber ohne erkennbares Ende ist. Sie lässt sich auf den, in der griechischen Mythologie als Gotteslästerer bekannten Sisyphos zurückführen. Für seine zu Lebzeiten begangenen Taten, wird er von Hermes, dem Todesgott bestraft, weshalb er einen Schweren Felsbrocken immer und immer und immer wieder einen Berg hinaufrollen muss.

Und der kleine Kerl auf dem Bild?

Ja, der hat es auch schwer und geht einer, für ihn sinnlosen Tätigkeit nach. Mama hat ihn quasi gezwungen Pilze sammeln zu gehen. Er hasst Pilze, vor allem im Essen. Aber es gehört für mich im Herbst einfach dazu, wenn ich im Herbst in meiner alten Heimat bin, mit meinen Eltern Pilze zu suchen. Und hinterher auch zu Essen, versteht sich. Wir sind auch fündig geworden. Seht selbst ...


Kommentare:

  1. Mein Freund und ich waren vor drei Wochen zirka im Wald sammeln.Da hätten wir Euren Post gebraucht.Denn wir haben uns bei zirka jedem dritten Pilz gefragt,was das wohl ist. LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die meisten Pilze würde ich persönlich auch stehen lassen! Vor allem die mit Lamellen unter dem Hut. Fast alle Röhrlingspilze kannst du aber getrost einpacken. :-)

      LG zurück

      Löschen
  2. Ich würde mich das nicht trauen, aber eher daher weil ich nicht weiß welchen Pilz man nehmen kann und welchen nicht :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Göttergatte hat auch eine natürliche Angst davor, die Pilze zu essen, die ich ihm serviere. Verstehe gar nicht, wie er darauf kommt ... *grins*

      Löschen
  3. Wir waren in diesem Jahr recht erfolgreich bei der Pilzsuche wobei uns das Suchen ja noch Spaß macht. Das Putzen ist dann weniger angenehm - hingegen das verputzen dann einfach nur lecker ist.

    LG Romy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt - putzen ist ekelhaft, jedenfalls bei Butterpilzen. Verputzen ist super. Das Wort merke ich mir für den Buchstaben V schon mal vor und beteilige dich für die Idee an den Tantiemen ;-)

      LG Sandra

      Löschen
  4. Hallo Sandra,

    *grins* Sisyphus ist für den Buchstaben S ja wirklich der Begriff der einem zuerst einfällt. *Kopfschüttel* Ideen hast du! Klasse!!

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich will dich ja auch ein wenig herausfordern ;-)

      Liebe Grüße

      Löschen
  5. Schön, dass ihr was gefunden habt am Ende. Ich war zur Pfefferlingszeit im Wald und kam mit genau keinem zzurück. Das ist mir auch noch nie passiert. Und ich ess die doch alle so gerne.
    LG Iris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Leider haben wir nicht so viele gefunden, wie sonst in den Jahren. Aber wir waren - laut Pilzexpertin Mutti - nicht zur rechten Zeit im Wald. Das muss nämlich im zunehmenden Mond geschehen, da wachsen die kleinen Biester am besten.
      Bei Pfifferlingen traue ich mich nicht, da es die giftige Variante gibt, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht. Hoffentlich hast du nächstes Jahr mehr Glück.

      LG Sandra

      Löschen

Schreibt mir eure Meinung