Freitag, 24. Mai 2013

Schnapp-Wort: M wie Miniaturausgabe

Sunny sucht auch in Woche 20 ein Schnapp-Wort für die Geschichte ohne Namen. Mein Schnapp-Wort in dieser Woche ist etwas sehr Kleines. Seit einer Woche sind wir Wachtel-Eltern (mit mehr oder weniger Erfolg, siehe HIER). Die kleinen Hühnchen wohnen zusammen mit einem Hähnchen in einer selbst gebauten Voiere, futtern Legehennenfutter und legen pro Tag mindestens ein Ei. Und genau dieses Ei ist der Gegenstand meines dieswöchentlichen Schnapp-Wortes.


M wie Miniaturausgabe


Nun wäre das Wort Ei zu gewöhnlich, das Wort Wachtel im Alphabet noch nicht an der Reihe und den Buchstaben K für klein hatten wir ja schon. Dieses Wachtel-Ei ist die gepunktete Miniaturausgabe eines Hühnereies. Es ist nicht nur klein, sondern wirklich winzig. Dieses Wort schenke ich Sunny in Woche 20 und freue mich auf nächste Woche.


Donnerstag, 23. Mai 2013

Kichererbsen: Warum wir die denkbar schlechtesten Haustier-Eltern sind...

Da offene Briefe im Moment scheinbar der letzte Schrei sind, will ich mich in einem solchen an euch wenden und mich für diverses Fehlverhalten in der Tierpflege entschuldigen.


Liebe Leserschaft, liebe Kinder,
liebe Minimonster-Versteher und liebe Tierschützer!

Ich bin untröstlich. Wir haben es wieder geschafft, die Anzahl an Haustieren zu minimieren. Die Trauer hielt sich diesmal bei den Minimonstern in Grenzen, aber nichtsdestotrotz sind wir schuldig geworden an dem Verlust eines Wachtelhühnchens. Die Montags-Katze (die, die immer Montags bei uns vorbeikommt, aber weder Moritz noch Luis ist, und sich bei uns durchfrisst) war leider schneller.

"Nicht schon wieder", stöhnen die Nachbarn.
 "Könnt ihr nicht einmal auf eingezäunte Wachteln aufpassen?", fragen sich die anderen.
Nun, bevor die ersten militanten Tierschützer vor unserer Tür patroullieren und die restlichen drei Minihühner aus ihrem vermeintlichen Foltergefängnis zerren: Den drei restlichen Hühnchen geht es gut! Wirklich und in Echt...

Wie kommt es, dass Haustiere bei uns (abgesehen von Spinnen, Schnaken und Nacktschnecken) nicht alt werden? Ja, diese Frage haben wir uns nach dem Verlust des letzten Tieres auch gestellt. Liegt es an unserer Wohnlage? Liegt es am Futter? Oder vielleicht doch an den drei Minimonstern, die jegeliches Getier (bis auf eben genannte Spinnen, Schnaken und Nacktschnecken) mit ihrer kindlichen Liebe erdrücken? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es ein Zeichen. Wir sollen einfach keine Tiere bei uns aufnehmen, denn egal was wir adoptieren, es ist nach einiger Zeit nicht mehr da.

Nehmen wir mal unser erstes Tier: Moritz, der Kater. Er war kinderlieb, sehr häuslich und zwischendurch ein echter Feinschmecker (man hat ihn beim Sprung in den Kühlschrank erwischt...). Leider machte er sich nach nur drei Monaten in unserer Obhut, aus dem Staub.

Dann kam Katze Nummer zwei: Luis, unser Liebling. Er war noch kinderlieber, noch häuslicher und wenig wählerisch, was seine Mahlzeiten anbetraf. Leider suchte auch er nach drei Monaten das Weite.

ES KOMMT KEIN TIER MEHR INS HAUS, polterte der Göttergatte, als Katze Nummer zwei für tränenüberströmte Minimonster-Gesichter sorgte. Und dann kamen die Wachteln.

Seht ihr da in der Ecke das winzige Ei liegen?


Unser Opa hat ihnen ein herrliches Heim gebaut, ich habe das beste Legehennenfutter besorgt und die Große überprüfte alle dreißig Minuten, ob frisches Wasser vonnöten wäre. Alle vier Hühnchen hatten einen Namen und wir haben extra betont, dass sie nicht gegessen werden sollten. Half aber alles nichts. Kaum war das Wachtelhäuschen von den Minimonstern für fünf Minuten aus den Augen gelassen, startete "Susi" ihren verzweifelten Flug in die Freiheit. Und er glückte.

Das mit dem Wachtelhühnchen war ein Unfall. Ein Heulen und Kreischen ging durch den Garten. Drei Minimonster und der Göttergatte, versuchten die flüchtende Wachteldame einzufangen. Diese aber flutschte durch das Loch im Gartenzaun unseres Nachbarn. Und dann ward sie nicht mehr gesehen. Es half nichts, sie versteckte sich im Giersch-Dschungel vor neugierigen Blicken. Nur die Montags-Katze konnte "Susi" aufspüren. Leider hat sie sie dannach auch verspeist. Das verriet uns, ein auf dem akuraten Rasen des Nachbarn ausgebreiteter Federteppich.

Liebe Tierschützer und der ganze Rest: Es tut mir wirklich leid. Erstens, weil wir es nicht auf die Reihe bekommen, ein oder mehrere Haustiere großzuziehen und zweitens, weil es nicht das Hähnchen sondern eins der Legehennen erwischt hat.

Habt Nachsicht mit uns. Ansonsten sind wir eine sehr friedliebende Familie und wirklich gastfreundlich. Bisher ist noch jeder Gast wieder in seinen eigenen vier Wänden angekommen. Lebend. Ehrlich.


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria

Donnerstag, 16. Mai 2013

Kichererbsen: Die Kinderarzt-App

Dank pollenverschmutzer Frühlingsluft, habe ich mich mit dem Mittel-Minimonster zum Kinderarzt begeben, um seine Jahresration an Augentropfen und sonstigem Allergiker-Krempel zu ordern. Im Normalfall rufe ich kurz vorher an und bestelle mir ein Rezept, ohne dass mein Kind und ich auch nur in die Nähe des Wartezimmers kommen. Diesmal ging es leider nicht, darum saßen mein Minimonster und ich an einem Freitag morgen in einem überfüllten Wartezimmer zusammen mit mehreren ansteckenden Bazillenschleudern...



Hinter uns kam das Wartezimmer in Bewegung. Ein fröhlich glucksendes Kleinkind verwandelte sich innerhalb weniger Minuten zu einer schreienden Furie, als Mama ihm die Jacke ausziehen wollte. Unerwartet warf sich der Dreikäsehoch mit hochrotem Kopf auf den PVC-Belag und strampelte sich die Lauflernschuhe von den Füßen. Geballte Fäuste schlugen abwechselnd auf den Boden, während die zorntriefende Stimme gegen die Ungerechtigkeit anschimpfte. Als er die Stirn seines weißblonden Kleinkind-Kopfs als Rammbock benutzte, um seinen Unmut in der Allgemeinarztpraxis von Doktor Irgendwas unter uns kundzutun, schritt nun endlich auch die Mutter ein. Mit einem Trick.

Sie zückte ihr Smartphone. Der Kleine schielte nach oben. Sie begann zu tippen und zu schieben. Der Kleine guckte immer noch. Dann ertönten die ersten Zeilen aus einem Lied des Disney-Klassikers "König der Löwen". Blitzartig rappelte sich der kleine Schreihals vom Boden hoch und krabbelte zu Mama auf den Sitz. Zu "Hakuna matata" ließ sich der Knirps endlich auch aus seiner Jacke pellen.




Gesegnet sei der Erfinder des Smartphones. Gelobt seien die Macher von Apps & Co. Zu meiner Zeit gab es noch Kinderspielzeug und Bücher beim Kinderarzt. Heute sind diese vorsinnflutlichen Gegenstände aus fast jeder Arztpraxis verschwunden. Man braucht nur ein Smartphone und alle sind glücklich. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Kurzen beim Kinderarzt irgendwelche Krankheiten geholt haben, weil sie mit dem gleichen Spielzeug, wie das wegen Grippe im Wartezimmer sitzende Kind gespielt haben. Vorbei sind die Zeiten, wo Kinderbücher beim Arzt Abnutzungsspuren aufwiesen und regelmäßig ersetzt werden mussten.

Es lebe der Fortschritt!!! 
Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria


Montag, 13. Mai 2013

Schnapp-Wort Woche #19: L wie Lurch

Nachdem ich in den letzten Schnappwortwochen etwas nachlässig war, steige ich in Woche 19 wieder ein. Wer nachlesen mag, was in Woche 18 bei Sunny so los war, kann dies gern HIER tun. Nun also zu meinem Schnapp-Wort:

L wie Lurch
Der Lurch - stammesgeschichtlich eins der ältesten klassifizierten Landwirbeltiere, auch als Amphibie betitelt. Meist nachtaktiv, um sich vor Fressfeinden und den bösen wasserentziehenden Sonnenstrahlen zu schützen.
Die Tiere haben einen flachen Schädel und einen oft reduzierten Knochenbau; so fehlen den meisten – insbesondere den höheren Froschlurchen – beispielsweise echte Rippen. (Quelle: Wikipedia)
Den Begriff "Lurch" konnte ich mir aus meiner Schulzeit eher in Erinnerung rufen, als den, der "Amphibie". Auch, weil er zu meiner Zeit noch als Schimpfwort genutzt wurde. Ein Lurch, das war jemand ohne Rückgrat. Jemand, mit dem man machen konnte, was man wollte, der sich nur mäßig gewährt und somit selbst zum "Opfer" ernannt hatte. Heute wissen die Chrasher und Häuptlinge nicht einmal, dass es Lurche nicht bei Magges im Happy Meal gibt! Für sie reicht ne Krawallbrause, um einem Gesichtelfmeter zu dizzen...


Im folgenden Lied, habe ich den "Lurch" allerdings noch entdeckt:

Schreibt mir eure Meinung