Mittwoch, 17. April 2013

Kichererbsen: Julius-Alexander, der Schlägertyp


Der Göttergatte ist ja Pädagoge. Und der sagt immer: Wenn ich den Namen eines Kindes höre, weiß ich welche Schulform es besucht!


Dann bin ich mal gespannt, was er zu Julius-Alexander sagt. Diesen Jungen habe ich gestern während des Handballtrainings der Minimonster kennengelernt. Julius ist ein ganz normaler Junge, dachte ich, als wir uns in der Umkleidekabine begegneten. Während meine Monster meuterten, weil sie sich selbstständig aus- und umziehen sollten, übernahm Julius' Mutter diese Aufgabe wie selbstverständlich. 

Jack-Wolfskin-Jacken-Träger Julius - der Größe nach zu urteilen, würde ich ihn auf sieben Jahre schätzen - saß kleinlaut in der Kabine und ließ sich von Mama die Schuhe zu binden. Sein blonder Haarschopf erinnerte mich an "Michl aus Lönneberga", seine Adidas-Shorts eher an einen gut situierten Mittelstands-Sohnemann mit guten Manieren und prall gefülltem Freizeitprogramm.

Nachdem Mama ihm mit Spucke und einem echten "Tempo" die zarten Gesichtshaut reinigte, verabschiedete sie sich mit einem lauten Schmatzer. Umgehend verschwanden die vorher zur Schau getragenen Manieren und Julius mutierte mit einem frechen Grinsen zu dem Jungen, den ich in seinem Haarschopf von Anfang an vermutet hatte. Meine Jungs waren derweil fertig mit meutern und hatten sich in ihre Null-Acht-Fünfzehn-Turnklamotten geworfen. Bei einem schaute das Unterhemd hervor und der andere hatte seine Schuhe verkehrtherum an - aber, sie hatten es allein vollbracht. Nicht so Julius. Leicht stolz betrachtete ich meinen Nachwuchs. Nicht besonders schick, aber selbstständig!

Aber Julius konnte noch mehr ...nicht: Zuhören, still den Anweisungen folgen und den Erwachsenen Trainern mit dem nötigen Respekt begegnen. Julius schlug einem Kind den Ball aus der Hand, verwickelte ein anderes in einen Boxkampf und war dabei ständig in Bewegung. Den Ermahnungen des Trainers zum Trotz, tat er es wieder und wieder und wieder. Weshalb er wohl die meiste Zeit des Handball-Trainings ohne Ball am Spielfeldrand saß... Julius - dieser Name verfolgte mich noch den halben Abend lang. Was ständig wiederholt wird, prägt man sich eben schneller ein. Nur bei Julius nicht.

Kaum wurde er jedoch von Mercedes-C-Klasse-Mama am Ende der Stunde abgeholt, verschwand das ADS-Hörnchen hinter seiner stillen Fassade. Gefügig ließ er sich die Schuhe aufbinden, ließ sich aus seinen Sportklamotten in seine Jack-Wolfskin-Jacke stecken und trottete geistesabwesend hinter Mama her. 

Was sagt uns das???

Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria




Dienstag, 16. April 2013

Schnapp-Wort Woche #15: K wie Kaffee

Da verliere ich nicht viele Worte: Woche 15 beginnt mit einem leckeren, dampfenden, köstlich duftenden und alle Sinne belebenden Kaffee...







Montag, 15. April 2013

Leben ist Lyrik! Autorenseite von Jürgen Kohl: Kindersind die ZukunftKinder, sagt man, sind dieZ...

Das passt doch hervorragend im meine Kinderküche: Ein tolles Gedicht des Lyrikers und Autors Jürgen Kohl! Kinder sind die Zukunft - was meint IHR?

Leben ist Lyrik! Autorenseite von Jürgen Kohl: Kindersind die Zukunft
Kinder, sagt man, sind dieZ...
: Kinder sind die Zukunft Kinder, sagt man, sind die Zukunft, ein Kinderlachen wärmt die Herzen. Doch immer wieder fehlt das L...

Mittwoch, 10. April 2013

Schnappwort Woche #14: J wie Jogurtbecher

Die 14. Woche bei Sunnys Schnapp-Wort-Aktion und in meiner ABC-Bilderserie ist eingeläutet. Ich gebe es zu, mit dem J in meiner Serie habe ich lange gehandert. Irgendwie wollte mir kein passender Begriff, der sich dann auch noch fotografisch in Szene setzen ließ, einfallen.

J wie Jogurtbecher


Dem ist nun ein Ende gesetzt, denn ich habe meinen Begriff gefunden. Es handelt sich um den Jogurtbecher. Ich selbst kann weder mit links- noch mit rechtsdrehendem Inhalt eines Solchen etwas anfangen. Zugegeben, mir wird schon übel, wenn ich nur an Jogurt denke.

Vielleicht hängt dieser Zustand mit meiner Vergangenheit als ehemaliges DDR-Kind zusammen: Überall gab es Quark als Nachtisch: Quark mit Erdbeeren, Quark mit Pfirsichen, Quark mit sonstigen Beeren oder Marmelade... eben Quark! Ich mochte Quark in meiner Kindheit genauso gern wie Jogurt in meiner jetzigen Lebenslage. Alles verschlimmerte sich nur noch, als 1989 die Grenzen für den Jogurt auch in Cottbus geöffnet wurden. Dann erreichte unseren heimischen Kühlschrank (ja, wir hatten sogar Kühlschränke damals) der allseits beliebte Haselnuss-Jogurt.

Mit Mühe würgte ich mir den Haselnuss-Jogurt runter und wünschte mir die Quark-mit-Erdbeermarmelade-Nachspeise zurück...

So war das. Und darum mag ich immer noch keinen Jogurt. Nichtsdestotrotz, ist das ein hübsches Wort für die Geschichte ohne Namen.

Kichererbsen: Damit das klar ist – die Wahrheit über den Göttergatten



Der Freund einer Freundin hat drei Brüder, die in Australien leben und verwandt sind mit der Cousine dritten Grades von Onkel Klaus aus dem Sauerland, der einen Kollegen aus Finnentrop hat, der kürzlich über Facebook sagte, dass doch mein Göttergatte so schlimm gar nicht sein könne…

Lieber Kollege von Onkel Klaus aus Finnentrop: Ich kann Sie beruhigen, denn der Göttergatte ist eine Kunstfigur – quasi ein verzerrtes Abbild von all jenen Männern, Kollegen, Nachbarn, Freunden und Feinden, die mir im Laufe meines bisherigen Autorenlebens unter die Tastatur geraden sind.

Würde ich nur über meinen Gatten schreiben, sähe das ungefähr so aus:

„Hallo Schatz, wie war dein Tag?“
„Wunderbar. Und bei dir?“
„Ach du weist ja, das Übliche eben. Haushalt, Wäsche, die Kinder zur Musikschule gefahren.“
„Wenn ich dich nicht hätte. Du bist einfach großartig.“
„Soll ich dir dein Essen warm machen?“
„Ach, du bist so gut zu mir.“


So etwas will doch keiner lesen!!!

Nicht mal die Hardcore-Fans meiner Seite, würden das mehr als zwei Tage mitmachen. Ich brauchte also einen adäquaten Gegenpart zu meiner sympathischen, überaus liebreizenden Hauptfigur. Nun, für eben diesen Zweck habe ich den Göttergatten „erfunden“. So ein Schnösel, der Sellerieschnitzel verabscheut und nicht glaubt, dass sich irgendwer für meinen Seiteninhalt interessiert. (Obwohl, so ganz erfunden… nein, das wäre jetzt aus dem Nähkästchen geplaudert…)


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria
 

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