Donnerstag, 28. März 2013

Kichererbsen: Rhabarber, Rhabarber...

Ich solle mir einen vernünftigen Job suchen, sagte der Göttergatte. Nicht den ganzen Tag vor dem PC sitzen und aller Welt irgendwelchen Unsinn aufdrücken. Immerhin gäbe es davon schon genug im Netz. Und überhaupt, sagte er, liest das sowieso keiner. Dann könnte ich auch eine Seite mit "Rhabarber, Rhabarber" vollschreiben und keinem würde es auffallen...

So ein Quatsch, antwortete ich. Natürlich fällt meinen Lesern aus, wenn da nur "Rhabarber" steht, protestierte ich.
Wette machen?, fragte er und schien sich seiner Sache sehr sicher zu sein.
Klar, sagte ich, weil ich mir auch sicher war.

Also haben wir gewettet, mein Göttergatte und ich. Wenn nicht wenigstens ein oder zwei Kommentare auf diesen Beitrag kommen, dann habe ich verloren! Was ja beweisen würde, dass diesen Kram wirklich keiner liest.
Wenn ich aber gewinne (also mindestens ein oder zwei Verrückte einen Kommentar hinterlassen), muss er mit mir zu einem Metal-Konzert (wahlweise ein Rock-Konzert)! Wenn er gewinnt, dann muss ich eine Woche lang seine Hemden bügeln! Und das würde mir wirklich weh tun...


Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber mit Vanillepudding, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber, Rhabarberkuchen, Rhabarber, Rhabarber...


Bitte lasst mich nicht hängen, denn ich hasse bügeln...


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria

Mittwoch, 27. März 2013

Kichererbsen: So entstehen Gerüchte!

"Mama, bist du wieder schwanger?"
Es hätte nicht viel gefehlt, dann hätte ich meinen Kaffee im hohen Bogen über den Tisch geprustet.
"Wie kommst du denn darauf?", fragte ich, als ich mich wieder gefangen habe.
"Du siehst so dick aus..."
Kinder und Betrunkene sagen ja bekanntlich immer die Wahrheit. Aber müssen sie einem die Wahrheit immer so direkt ins Gesicht sagen? Dick. Pah. Wie kommt er bloß darauf?

Verstohlen blicke ich in den Spiegel, als ich an ihm vorbeigehe. Naja, so im Profil. Vielleicht ein bisschen... aber gleich schwanger? Dabei beginnt meine Diät gerade die ersten Früchte zu tragen. Immerhin verzichte ich seit Wochen auf mein Allerliebstes: Schokolade!

Vielleicht liegt mein derzeitiger Bauchumfang auch an den drei Pullovern, die ich über meinen üblichen zwei Pullovern trage. Dank der langanhaltenden winterlichen Temperaturen streikt unsere Ölheizung und hat sich in den verdienten Sommermodus gebracht. Öltank leer, bedeutet dann im Klartext: Heizung aus. Bei gefühlten Minus 39 Grad und den besagten fünf Pullovern, hat meine Bikinifigur eben keine Chance zur Geltung zu kommen.



Wo bleibt nur der Frühling?


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria

Dienstag, 26. März 2013

Frühlingsgedicht (von einem verzweifelt Suchenden)

Wo isser nur?

Es grünt so grün
in Spanien und anderswo,
nur nicht bei uns,
das muss wohl so.

Die Vögel schrein:
Wo ist die Sonne?
Das Wetter ist doch
für die Tonne.

Statt Blumenmeer,
die Beete brach,
mit Schnee bedeckt,
der Gärtner klagt.

Auch meine Pflänchen
wollen raus.
Das Wetter hält doch
keiner aus.

Drum protestieren wir
nicht leise:
Herr Frühling, du hast
eine Meise.

Wo sollen wir denn Eier
suchen?
Wär ich nicht nett,
ich würde fluchen.

Und zu allem Überfluss,
sagt unser Öltank:
Jetzt ist Schluss.

Drum sitzen wir hier nicht
im Warmen.
Frühling - hab doch Erbarmen.

Montag, 25. März 2013

Ei, Ei, Osterei ... man anders!

Ehrlich? Mir graut es in jedem Jahr vor den wichtigen Feiertagen. Nicht wegen dem Besuch. Auch nicht wegen der Küchenorganisation, dem Rezeptewälzen für das kulinarische Highlight, sondern vor den Bastelaktionen mit meinen Minimonstern.

Meine eigene künstlerische Gestaltungsfähigkeit hält sich in überschaubaren Grenzen. Ich konnte in der Grundschule schon nicht mit einer Schere umgehen und dieser Umstand hat sich auch nach drei Kindern und etlichen Bastelversuchen nicht geändert. Aber, was habe ich entdeckt: Man braucht gar nicht viel, um schnell mal ein paar weiße Eier in eine österliche Form zu bringen.

Vergesst Farbtöpfe, verschmierte Kinderfinger und Ostereier-Farben, die nicht am Ei, dafür umso mehr auf den T-Shirts der Kinder haften bleiben. Auf der Seite liliput-lounche gibt es eine tolle, bebilderte Anleitung, wie aus weißen Eiern "Hello-Kitty-Eier" werden. Schaut mal vorbei. Ich werde für meine Jungs noch Piraten-Eier machen.



Apropos Ei: bei uns brüten noch drei Kükeneier im Glas. Das erste Küken schlüpft bereits, die anderen beiden lassen sich noch Zeit. Das war eine großartige Idee meiner Mum für die Minimonster zum Osterfest. Wir haben die Growing Pet Enten-Eier aus dem Hugendubel in Cottbus für 1,50 € das Stück. Die Kükeneier kamen wirklich gut an!

Schnapp-Wort Woche #12: I wie Immergrün

Die Osterferien werden eingeläutet und mit ihnen die zwölfte Woche von Sunnys Schnapp-Wort-Aktion. Hier kommt mein Wort mit I. Ich habe hin und her überlegt, bis mich unser Besuch am Samstag im Arnheimer Burgers' Zoo zu diesem Wort inspirierte: I wie immergrün.


I wie immergrün
Immergrün, wie das künstlich angelegte tropische Regenwald-Ökosystem im Burgers' Bush. Einzigartige tropische Planzen, dazu farbenfrohe Vögel, Flugratten und fette Seekühe konnten wir in diesem wunderschönen Freigehege bewundern. Der Wärmezustand im Tropenhaus war, im Gegensatz zu den arktischen Temperaturen draußen, herrlich erwärmend - unsere Füße tauten sogar wieder auf!

Toller Tag, toller Zoo und für die Kinder ein einmaliges Erlebnis.

Dienstag, 12. März 2013

Schnappwort Woche #10: H wie Holzweg

Sind sind wirklich schon 10 Schnapp-Wort-Wochen herum? Meine Güte. Das Jahr ist fast vorbei und dabei hatten wir noch nicht mal Frühling! Nun, dann will ich mit meinem heutigen Wort-Geschenk mal die neue Woche bereichern und spende ein Wort mit H: Holzweg

H wie Holzweg

Auf dem Holzweg gewesen

Eine methaphorische Redewendung, die immer mal wieder gern benutzt wird, wenn man sich verirrt oder in etwas getäuscht hat. So, wie wir uns in der letzten Woche von der Sonne haben täuschen lassen und dachten, der Frühling stände schon vor der Tür.
Nö - wir waren auf dem Holzweg, wie man deutlich erkennt, wenn man heute aus dem Fenster schaut.

Der Begriff "Holzweg" ist bereits seit dem 13. Jahrhundert bekannt und seit dem 15. Jahrhundert als Redensart  belegt. Ein Holzweg war (und ist es bis heute) ein Weg für den Abtransport von Holz aus den Wäldern. Folgt man als Wanderer diesem Holzweg, erreicht man sein gewünschtes Ziel entweder über Umwege oder gar nicht.

Nun, wir als Familie sind begeisterte Wanderer und sobald das Wetter da draußen besser wird, auch wieder unterwegs. Der Holzweg ist uns gut bekannt ;-)

Wer nicht auf den Frühling warten möchte, kann sich bei diesem scheußlichen Wetter da draußen mit einer leckeren Tasse Tee in seinen Lieblingslesesessel setzen und die frühlingshaften Geschichten im Buch "FrühlingsErwachen" verfolgen. Da ist übrigens auch eine Geschichte von mir drin. Der Erlös geht an die Stiftung "Nestwärme e.V."


FrühlingsErwachen - Aufbruch, Wandlung, Neubeginn (Anthologie der Autorengruppe WortWerk)
Taschenbuch-Ausgabe 9,00€
Kindle-Edition 4,76€

Kichererbsen: Was treibst du eigentlich den ganzen Tag?

Kürzlich fragte mich eine Mutter beim Handballtraining der Minimonster, was ich denn beruflich machen würde. Das ist gar nicht so einfach, denn eigentlich bin ich NUR Hausfrau und Mutter.
Kann man das "beruflich" nennen? Und was genau bedeutet das, NUR für die Kinder, den Haushalt und für all das Drum-Herum zuständig zu sein. Sind berufstätige Mütter die Haushalt und Job gleichzeitig stemmen besser als ich oder gehöre ich mittlerweile zu einer bemitleidenswerten Minderheit der Gesellschaft?

Ich unterstütze Familie 2.0 und bin trotzdem eine Haus- und Gartenmutter

Am Freitag startete die Initiative von Familie 2.0 mit dem offenen Brief an die Bundesregierung, wodurch Familien respektive berufstätige Mütter sich mehr in die Familienpolitik einmischen wollen. Ich bin eine selbsternannte NUR-Mutter - arbeite zwar auch Vollzeit und in mehreren Berufszweigen - gehöre aber weder zu den frustrierten Nervensägen, die ewig über ihre Überforderung meckern,  noch zur Gruppe militanter Bio-Mütter, die in Eine-Welt-Läden einkaufen und gegen Treibhausgase demonstrieren. Ich bin gern Haus- und Gartenmutter. Und ich erkläre auch warum.

Ich unterstütze Kinder berufstätiger Mütter 

Als NUR-Mutter genieße ich nicht den Vorteil, dass ich morgens länger im Bett bleiben kann, dass ich kaffeetrinkend beim Frisör sitze oder den ganzen Vormittag Frühstücksfernsehen und RTL-II-Soaps anschaue. Nein, ich unterstütze Kinder berufstätiger Eltern! Wie? Indem ich meine Arbeitskraft den überforderten Grundschullehrern zur Verfügung stelle: als Lesemutter, zum Waffeln backen oder für den Besuch von 30 Kindern in der städtischen Bücherrei. Die meisten berufstätigen Mütter/ Väter haben dafür keine Zeit und ihre Chefetage kein Verständnis. Darum ist es gut, dass es auch in unserer Gesellschaft noch NUR-Mütter gibt, die sich nicht nur für ihre eigenen, sondern auch  für Kinder berufstätiger Eltern einsetzen.

Wenn alle Mütter/ Väter einen Job hätten ...

... müsste der Staat viel mehr Lehrer einstellen. Und in Zeiten von klammen Haushaltskassen  ist diese Vorstellung mehr als utopisch. Schon heute haben viele Grundschulen einen akuten Mangel an passendem Fachpersonal. Lehrer werden nicht oder nur saisonal eingestellt. In ganz NRW fehlen mehr als 700 Rektoren-Stellen und keiner will es machen. Schulklassen von bis zu 30 Schülern platzen aus allen Nähten - geteilt werden die Klassen erst ab 32 Schülern. Gerade in Ballungsgebieten und Schulen mit Kindern aus aller Herren Länder ist diese Klassenstärke ein Problem! Der Unterrichtsstoff wird nicht geschafft. Fazit: Eltern müssen zuhause das aufarbeiten, was in der Schule nicht mehr in die reguläre Unterrichtszeit passt.


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria



Mehr Informationen rund um die Offene Ganztagsschule und Tipps für die stressfreie Hausaufgabenzeit am Nachmittag, gibt es in dem Buch "Endlich ein Schulkind" in der Kindle-Edition für 2,68€ oder als Taschenbuch für 4,98€.

Freitag, 8. März 2013

Ich unterstütze Familie2.0 - Eltern bewegen Familienpoitik - Offener Brief an die Bundesregierung

Heute zum Internationalen Frauentag dürfen wir Frauen uns auch mal ausgelassen lästern, oder? Wir schalten also live mit der Mäusekamera ins Vereinsheim des 3. FC Posemuckel, wo die Väter der zurzeit trainierenden G-Jugend auf ihren Nachwuchs warten.

Also, dat kann ja nisch wahr sein. Watt die da machen mit uns in Berlin.
Jawolll - Sone Sauerrei!
Aber nit mit mir, dat sach isch dir.
Ja wie? Ja, de Kanzlerin zuckt doch nur de Schuldern und guckt wie ein Eumel, watt einen im Kahn hat.
Wenn ich wat nich abhaben kann, dann sind dat besserwisserische Klugscheißer
Ich will endlich ma wissen, watt Ambach is midde Regierung.

Familie 2.0 - wir machen mobil
Gut gebrüllt, ihr Stammtischöwen. Doch wer wirklich etwas verändern will, der packt es an. So wie die Initiative Familie 2.0 es getan hat. Heute am 08.03.2013 ging die Internetseite familie-zwei-punkt-null.de an den Start. Frauen und Männer, Mütter und Väter, die nicht nur im stillen Kämmerchen sitzen und schimpfen, sondern eine Initiative gegründet haben, um Familienpolitik in Deutschland mitzugestalten.

Wie soll das gehen?

Mit einem offenen Brief an die Bundesregierung - respektive Frau Merkel, Frau Schröder und Frau von der Leyen - wollen die Initiatoren auf die veränderten Bedürfnisse von Familien im Jahre 2013 hinweisen. Sie wollen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen, die von der Praxis, vom prallen Leben außerhalb der Regierungsmauern scheinbar keine Ahnung haben. (Ja, ich weiß, dass gerade Frau von der Leyen mit ihren sieben Kindern ein Paradebeispiel für Frau und Karriere ist...)

Der Aufruf geht an alle, die nicht daneben stehen wollen, wenn in Berlin Familienpolitik über unsere Köpfe hinweg gemacht wird. Familie2.0 will Eltern bewegen, in der Familienpolitik mitzumischen - und je mehr dabei sind, desto eher finden die Forderungen Gehör. Lasst uns zusammen anpacken und dem Wort  "Demokratie" in Deutschland wieder einen tieferen Sinn geben.

Wer mitmachen will: Hier geht es zum Download des offenen Briefes an die Bundesregierung.

 
Deutschland, den 08. März 2013


Auch ich schließe mich an: Familie 2.0 - Wir machen mobil! Eltern bewegen Familienpolitik!
 

Liebe Frau Merkel, liebe Frau von der Leyen, liebe Frau Schröder,
 

Sie bekleiden drei der einflussreichsten Ämter in diesem Land. Die Gleichstellung der Frau, für die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unerlässlich ist, rückt damit für uns alle in greifbare Nähe. Aber leider nur fast.
Denn viele der Aktionen, die uns - Mütter, Väter und Kinder – angeblich unterstützen sollen, stellen uns vor die Frage, ob unser Bedarf und die Situation, in der wir uns befinden, überhaupt verstanden wird?
Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, unsere Vorstellungen darüber, was wir wirklich benötigen, heute am Weltfrauentag zu veröffentlichen, um uns Gehör zu verschaffen und aktiv in den politischen Prozess von Familien- und Bildungspolitik einzusteigen. Wir zählen auf Ihre Unterstützung!
Deutschland benötigt in den kommenden Jahren dringend eine Familien- und Bildungspolitik, die wirklich einen Unterschied für uns arbeitende Familien macht und nicht zuletzt kurz-, mittel- und langfristig dem Fachkräftemangel vorbeugt und Deutschland als Wirtschaftsstandort stärkt! Wir sind die Arbeitnehmer und Steuerzahler von heute. In unseren Kinderwagen liegen die Arbeitnehmer und Steuerzahler von Morgen! Jetzt machen wir in Sachen Familienpolitik mobil!
 
Denn nicht nur bei Punkten wie der Kürzung des Elterngeldes und der Einführung des
Betreuungsgeldes können wir nur mit dem Kopf schütteln. Es geht um viel mehr.
Wir brauchen: 
1. Ein einheitliches Bildungssystem in allen Bundesländern
2. Qualitativ hochwertigere Betreuungsangebote für unsere Schulkinder innerhalb unserer Arbeitszeiten
3. besser bezahlte Erzieher/ Pädagogen
4. eine bessere Einbindung der Generation 60+
5. flexible Arbeitszeitlösungen für Mütter und Väter
6. kein Ehegattensplitting, sondern eine steuerliche Entlastung der Familien mit Kindern
 
Dies bedeutet im Detail:
 
1. Schule muss endlich Bundessache werden:
Bildung ist der Schlüssel zu sozialer Gerechtigkeit und Gleichstellung in unserer Gesellschaft. Genau aus diesem Grund darf Schule auch nicht länger Sache der Länder sein, in der jedes sein ganz eigenes Süppchen kocht! Lehrpläne, Bildungskonzepte und Schulformen müssen vereinheitlicht werden. Viele Familien müssen allein schon aus beruflichen Gründen heute mobil sein und auch mit Kindern während der schulischen Ausbildung problemlos in ein anders Bundesland umziehen können!
Zudem fordern wir einheitliche Ganztagsschulen ab der 1. Klasse, und zwar bundesweit. Diese umfasst Hausaufgabenbetreuung und qualifizierten Förderunterricht für die Kinder, die in manchen Fachbereichen eine weitergehende Unterstützung benötigen. Für die meisten Eltern beginnt das heutige Betreuungsproblem erst richtig mit dem Eintritt der Kinder in die Schule!
 
Wir fordern eine für die Eltern optional wählbare, qualifizierte Betreuung von Schulkindern auch vor dem Unterricht (weil manche Eltern ab 8:00 Uhr arbeiten müssen, die Schule aber erst Punkt 8:00 öffnet!). Die in vielen Orten bereits vorhandene Nachmittagsbetreuung für Schulkinder "bewahrt" die Kinder lediglich auf, bis die Eltern ihren Nachwuchs abholen. Dies ist nicht die Vorstellung von Nachmittagsbetreuung, die wir haben.

2. Bundesweite, offene und qualitativ hochwertige Angebote in der Ferienzeit für unsere Kinder!
Die Betreuung der Schulkinder in der Ferienzeit ist aktuell ohne den Einsatz von Geld und Großeltern nicht möglich. Ist beides nur begrenzt vorhanden, stehen viele Familien und besonders Alleinerziehende vor einem großen Problem. Eine qualifizierte, kontinuierliche Betreuung der Kinder muss auch in der Ferienzeit gewährleistet sein, damit Eltern beruhigt und sicher arbeiten gehen können.
 
3. Bessere Bezahlung von Erziehern und Pädagogen:
Aktuell dauert die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher je nach Bundesland 4-5 Jahre. Die Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich stehen in keinem Verhältnis zum Anspruch der Ausbildung und der anschließenden Verantwortung, die diese Tätigkeit mit sich bringt. Wir fordern daher, statt Eltern Betreuungsgeld zu zahlen, Gelder für Betreuung in die Kindertagesstätten fließen zu lassen und damit auch Anerkennung für Erzieher und Pädagogen – denn sie bilden die Zukunft dieses Landes aus!
 
4. Bessere Einbindung der Generation 60+.
Viele Menschen gehen heute in den Vorruhestand, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung ständig an. Viele Großeltern wohnen heutzutage aber gar nicht mehr in der Nähe ihrer Enkel. Daher soll das „Anstellen“ von Ersatzgroßeltern vom Staat unterstützt und gefördert werden. So haben Eltern auch mit ihrer Berufstätigkeit und ohne Großeltern Unterstützung, und Rentner eine Möglichkeit nach der Aufgabe ihrer Berufstätigkeit noch etwas dazuzuverdienen (siehe auch Armut von Rentnern). Die Vermittlung solcher Ersatzgroßeltern könnte von den Arbeitsämtern übernommen werden.
 
5. 40 Stunden Wochen im Büro waren gestern! Wir fordern klare Zielvereinbarungen und
flexible Arbeitslösungen für Mütter UND Väter!
Arbeit sollte an Zielvereinbarungen gemessen werden - wie das heute auch in vielen "Corporate" Unternehmen schon der Fall ist. Nicht Anwesenheit oder Air Time sind relevant, sondern das Ergebnis. Der Arbeitgeber sollte mit seinem Arbeitnehmer eine klare Ergebnisdefinition vereinbaren. Die kann an einer entsprechenden Matrix gemessen werden. Wie der Arbeitnehmer dieses Ergebnis im vorgegebenen Zeitrahmen erreicht (solange seine Ziele, inkl. Teamarbeit und Verfügbarkeit erreicht sind) sollte ihm überlassen bleiben. So lösen wir in deutschen Köpfen das verkrustete Vollzeit-Teilzeit-Denken und die damit oftmals schon einhergehende Vorabwertung von arbeitenden Müttern. Zudem ermöglicht dies Vätern und Müttern einen flexibleren Umgang in der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf.

6. Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer steuerlichen Familienförderung, welche allen Familien mit Kindern gleichermaßen zugute kommt – unabhängig vom Familienstand.
Einst gedacht zur Förderung der Ehe und Familie, ist das Prinzip des Ehegattensplittingsveraltet. Ehe und Familie bilden längst nicht mehr eine Einheit. Von der Zielsetzung der Familienförderung ausgehend ist es daher unverständlich, warum auch kinderlose Ehen von dem Splittingverfahren profitieren, bzw. warum nicht verheiratete Familien keine entsprechende Förderung erfahren. Desweiteren profitieren durch das Ehegattensplitting hauptsächlich Ehepaare mit besonders hohem Einkommen, wenn dies zudem möglichst ungleich verteilt ist, d.h. wenn das Einkommen hauptsächlich oder vollständig von nur einem Ehegatten erbracht wird. Für die meisten Frauen gestaltet sich ein beruflicher Wiedereinstieg nach der Baby- bzw. Kinderpause ohnehin schwierig, durch die vergleichbar hohe Steuerbelastung des Zweiteinkommens schränken viele Frauen ihr Erwerbseinkommen stark ein (Mini-Job) bzw. geben ihre Berufstätigkeit vollständig auf.
Statt eines Ehegattensplittings könnten die Einzahlungen von Eltern in die Rentenkassen reduziert werden oder Rentenansprüche von Eltern, die wegen der Kinder beruflich zurückstecken mussten, erhöht werden. (Damit entfiele auch das Paradox eines bezuschussten Betreuungsgeldes, sofern es in die Altersvorsorge investiert wird.) 
Wir Frauen wünschen uns von Ihnen Solidarität und Einsatz, damit Familie und Beruf auch tatsächlich vereinbar sind. Der tägliche Spagat, das Suchen und Betteln um Betreuungsplätze und die Benachteiligung in der Berufswelt für arbeitende Mütter müssen endlich ein Ende haben. Dies erwarten und wünschen wir uns, und nicht nur heute, am Weltfrauentag, sondern auch für die kommenden Jahre.
 
Aus den zahlreichen Ergebnissen der verschiedensten Elternaktivitäten aus der Vergangenheit haben
wir die leidvolle Erfahrung gemacht, dass die meisten unserer Petitionen, meist mit Hinweis auf die finanzielle Situation, ohne nachhaltige Ergebnisse verklingen. Es ist uns leider nicht möglich, politisch tätig zu werden, um dem Gegenbeweis Gehör zu verschaffen, da nicht nur die Arbeit in der
Wirtschaft, sondern auch Politik in Teilzeit nach wie vor für 99% von uns lediglich eine Wunschvorstellung ist.
 
Wir haben stattdessen die Initiative Familie 2.0 ins Leben gerufen. Im ersten Schritt verbinden wir Eltern uns untereinander und vernetzen unsere Erfahrungen zu moderner Familien- und Bildungspolitik über Blogs und Social Media. Wir suchen Ansprechpartner auf Bundes- und auf Landesebene, um diese kontinuierlich und nachhaltig in den politischen Prozess einzubringen.

Wir sind überzeugt, dass gerade Sie das Aktivwerden von Eltern unterstützen und versprechen uns von Ihnen Ihr persönliches Feedback und Ihre Unterstützung für unser Anliegen in Form eines Termins, bei dem wir die Details unserer Initiative besprechen können.
 
Sie erreichen die zuständigen Ansprechpartner von Familie 2.0 unter info@familie-zwei-punkt-null.de.
 
Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
 






Kichererbsen: Frauen erhebt euch und kämpft! - Vollzeit für Mütter

Keine fünf Minuten nach sieben Uhr klingelte das Telefon. Dass ich um diese Zeit schon seit mehr als zwei Stunden wach war, lag zum einen daran, dass ich mit meinem Kur-Ratgeber-Manuskript etwas im Rückstand bin und an der Tatsache, dass meine Große zur ersten Stunde Unterricht hat.

Ein Telefonat um diese frühe Morgenstunde - eher ungewöhnlich! Normalerweise bin ich um Sieben noch nicht ansprechbar (mehr als ein Knurren ist da nicht drin). Aber nach vollendeten zwei Stunden Aufwachzeit aus dem schwarz-dunklen Traumnirvana ging ich ans Telefon.

Überraschung. Es war mein Vater, der mir herzlichst zum Internationalen Frauentag gratulieren wollte.
Frauentag?
Ja, heute.
Hm...
Und hast du dich an den gedeckten Frühstückstisch setzen können?
(Meine Gedanken flogen eine Etage höher, wo der Göttergatte nebst zwei grunzenden Minimonstern noch in den süßesten Träumen verharrte)
Verwechselst du das nicht mit dem Muttertag? Der ist noch nicht.

Frauentag. Ich kramte in meiner Erinnerung. Rote Nelken im Knopfloch. Fahnen wehten. Und Menschenmassen marschierten die Heinrich-Rau-Straße (heute Willy-Brandt-Straße) entlang... nee, das war wieder ein anderer feierlicher Moment im Leben eines ehemaligen DDR-Bürgerlings.

Der 08. März - ein wenig in Vergessen geraten ist er ja schon. Der Göttergatte meinte sogar, als ich ihm beim Frühstück vom Anruf meines Vaters berichtete, dass er gar nicht wusste, dass solch ein Tag überhaupt existierte... Naja, er gibt ja auch Mathe und kein Geschichtsunterricht ;-)

Für alle, die es interessiert: Die Entstehung des Internationalen Frauentages.

Und was machen wir Frauen, Mütter, Großmütter, Managerinnen und Firmenchefinnin heute aus unserem höchst eigenen Kampftag? Die UNO hat diesen Tag 1975 zum "Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" ernannt. Vom Weltfrieden sind wir noch weit entfernt. Vielfach sogar davon, dass Frauen die gleichen Rechte habe, wie die Herren der Schöpfung.
Deshalb fordere ich (solange der Göttergatte noch in der Schule ist...): Frauen erhebt euch und kämpft. Kämpft um euren Herd, kämpft um euer Vorrecht für die Familienernährung zuständig zu sein und lasst euch um Himmels willen nicht die Hausarbeit von den Männern wegnehmen!

Was bleibt uns denn, wenn wir nicht einmal bei der Hausarbeit eine Vollzeitstelle haben? 







Die Initiative von Familien für Familien. Mehr Infos auf der Homepage von Familie2.0 oder hier.

Montag, 4. März 2013

Probier doch mal was Neues: 50 Kräuter und Gewürze von Heike Dommnich

Ich mache keinen Hehl daraus: Ich faste! Nicht, weil mir nach dem jüngsten Lebensmittelskandal um Pferdefleisch und Co. der Appetit vergangen ist, sondern, weil ich mich zu Beginn des Frühlings auch von all den im Inneren des Körpers gelagerten Giften reinigen möchte.

Mein Verzicht fällt mir nicht besonders schwer, dafür bieten sich mir Geschmacklich unheimlich viele Möglichkeiten. Für dieses Feuerwerk an lukullischen Erlebnissen, brauchte ich allerdings im Vorfeld etwas Nachhilfe. Die habe ich mir von Heike Dommnich und ihrem Gewürzratgeber geholt: 50 Kräuter und Gewürze: Verwendung, Heilwirkung und Anbau.

Mit Gewürzen kenne ich mich aus...

... habe ich gedacht. Und doch kochte ich immer nur das Gleiche, nutzte immer die gleichen Gewürze, die auch meine Mutter schon in der Küche verwendet hatte. Wer mich kennt weiß, ich bin ein experimentierfreudiger Mensch. Das wollte ich auch für meine Kochkünste ausprobieren. Da meine Familie allerdings meinen Experimenten eher abgeneigt ist (man erinnere sich an das Sellerieschnitzel), bin ich selber auf die Gewürzkräuterexpedition aufgebrochen.

Für jeden etwas dabei

Ich war überrascht, als ich Heike Dommnichs Gewürznachschlagewerk in den Händen hielt. Von den meisten Gewürzen hatte ich schon gehört, ein Drittel davon befanden sich sogar in meinem Gewürzregal und doch habe ich dazu gelernt. Die Autorin erläutert die Wirkungsweise und Verwendung der gängigsten Küchenkräuter aus aller Welt in ausführlicher Weise. Im zweiten Kapitel finden sich zusätzlich noch einmal 50 Kräuter aus Wald und Wiese, bei denen ich teilweise gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt.

Für wen ist dieses Nachschlagewerk der Kräuter?

Eindeutig für mich, klar. Aber auch für alle, die ihre Kochkünste durch die Verwendung frischer Kräuter aufwerten wollen. Für alle, die genug haben von feistem Einheitsbrei und verseuchtem Fertigessen aus dem Chemielabor der Lebensmittelindustrie. Gewürze zum Nachschlagen und Entdecken, zum Ausprobieren und Dranbleiben. Und wer der Meinung ist, dafür ist kein Kraut gewachsen, der sollte sich im Kräuterhandbuch der Autorin eines Besseren belehren lassen.

Heike Dommnich "50 Kräuter und Gewürze: Verwendung, Heilwirkung und Anbau" gibt es bei Amazon für 4,49 € als eBook oder für 8,90 € als Taschenbuch.

Schreibt mir eure Meinung