Donnerstag, 12. Dezember 2013

Die Kinderküche macht Jahresabschluss-Inventur - Alles muss raus!

Ist es wirklich schon wieder Dezember? Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Und dabei war doch gerade erst Sommerferien ...
Aber der Kalender zeigt mir deutlich: Das Jahr neigt sich dem Ende. Und wie an jedem Jahresende wird auch in der Kinderküche eine Jahresinventur durchgeführt, mal wieder ordentlich hinter den Töpfen geputzt und natürlich ausgemistet, geräumt und neu dekoriert. Ordnung muss schließlich sein.



Es war ein tolles Jahr - voller Schnappworte und Kichererbsen, voller Überraschungen und mit jeder Menge Unterhaltungsprogramm. Bei meinen Leserinnen und meinem einzigen Leser (hihi ... Martin, du bist gemeint!) möchte ich mich für dieses tolle Jahr bedanken: Danke, dass ihr mit mir gekichert und meine Kinderküche durch eure Beiträge bereichert habt. So weiß ich wenigstens, dass ich nicht nur für mein Ego schreibe, sondern vor allem für euch da draußen ;-)

Besonders viel Spaß hatte ich persönlich an Sunnys Schnapp-Wort-Aktion, bei welcher, mit Hilfe vieler Wortspenden, eine beträchtliche Summe für die Stiftung Kinderwürde zusammengetragen wurde und aus der die "Geschichte ohne Namen" erwuchs. Ich freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte.

Etwas eingeschlafen sind meine Kinderküchen-Rezepte. Das lag zum Einen daran, dass ich in 2013 unheimlich emsig an meinem Mutter-Kind-Kur-Ratgeber geschrieben habe und zum Anderen - daraus resultierend - viel weniger Experimente in der Küche ausprobieren konnte. Aber, der Ratgeber ist fertig und wird aller Voraussicht nach Anfang 2014 vom Fant-Verlag veröffentlicht. Dazu entstand parallel das Kur-Buch-Blog. Dort werde ich auch im nächsten Jahr etwas mehr Zeit verbringen - mindestens "20 Minuten für die Gesundheit" ;-)

So eine Jahresinventur ist aber auch die perfekte Gelegenheit, um Altlasten loszuwerden. Ich habe hier mal eine kleine Liste mit Dingen zusammengestellt, die ich in meiner Kinderküche gefunden habe und die ich bis zum Ende des Jahres noch an den Mann oder die Frau bringen möchte. Vielleicht interessiert sich ja der Eine oder Andere von Euch dafür.

  • 1 Exemplar meiner Kinderküchen-Klassiker "Knopfaugen und Schokokeks" in Buchform
 
  • 1 Glas meiner selbst gemachten Apfel-Pflaumen-Marzipan-Marmelade

  • 2 Holzstern-Teelichthalter, gebastelt von den Minimonsterchen

  • 1 Päckchen mit höchst selbst geernteten Blumensamen wunderschöner orange leuchtender Ringelblumen aus meinem Garten - garantiert BIO

  • 1 Yoga-DVD mit Eva Padberg und Kim-Young Ho, die ich als Rezensionsexemplar von fitnessraum.de bekommen, ausprobiert und für gut empfunden habe ;-)


Wer also beim Aufräumen der Kinderküche helfen möchte, schreibt einfach einen netten Kommentar in die Kommentarliste. Am besten schreibt ihr gleich dazu, was euch von meinem Kinderküchen-Krempel interessiert.
Da ich bis zum Ende des Jahres, also bis zum 31.12.2013 mit der Instandsetzung und Inventur in meiner Küche beschäftigt bin, dürft ihr auch bis zu dem Datum eure Kommentare loswerden. Ausgelost wird dann am 01.01.2014!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Achtung: Gewinnspiel kann süchtig machen ;-)


Nun bleibt mir nur noch eins: Ich wünsche euch allen eine schöne restliche Adventszeit, besinnliche Stunden unter dem Weihnachtsbaum und einen wunderbaren Jahresabschluss mit viel "KNALL, BUMM und PENG".

*Zieht sich jetzt die Gummihandschuhe an und fängt an zu räumen*

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Kichererbsen: Der Weihnachtsbaum ist eine Fälschung

In der Bienenstube wurde vor gar nicht allzu langer Zeit über das Thema "künstlicher Weihnachtsbaum - ja oder nein" disskutiert. Ich muss zugeben, ich wäre einem solchem Exemplar nicht unbedingt abgeneigt. Meine Minimonstermeute schon.

Da marschieren wir zwecks Weihnachtsdeko in den Baumarkt - ja, Baummarkt, nicht Weihnachtsdeko-Fachgeschäft und auch nicht per Mausklick in den Online-Shop - und dort begegnet uns ein künstliches Exemplar einer Tanne.




"Was ist das denn?", fragt das Mittelkind.
"Na, ein Weihnachtsbaum. Das siehst du doch", meint die Große.
"Das ist doch kein Weihnachtsbaum, das ist ne Fälschung. Der piekst nicht mal!"
"Naja", versuche ich einzulenken, "ich habe auch überlegt, ob wir uns vielleicht so eine Tanne zu Weihnachten ins Zimmer stellen."
"Bloß nicht!", protestiert mein Mittelmonster, "der ist ja aus Papier!"
"Brennt der dann ab?", fragt die Große erschrocken. Sie ist eben leicht zu beeindrucken. Das hat sie wohl von mir.
"Nein", versuche ich mein Argumentation zu bestärken, "der brennt nicht, aber er ist gut für die Umwelt. Sieh mal, wir können ihn jedes Jahr wieder verwenden und keine arme Tanne muss dann mehr für uns ihr Leben lassen."
"Die Weihnachtsbäume sterben?", jammert die Große.
Das Mittelmonster verdreht die Augen. Ich streichel ihr über die Wange.
"Die Bäume werden extra dafür gepflanzt, damit wir sie uns einmal im Jahr für zwei Wochen in die Wohnzimmer stellen können. Und danach sind sie vertrocknet. Das ist eben so. Aber", beruhige ich mein Kind, "sie erfüllen noch eine wichtige Aufgabe nach ihrem Tod: Sie werden zu Grünschnitt verarbeitet und so Leute wie unsere lieben Nachbarn aus Nummer 17 streuen sie sich dann in den Vorgarten."
"Hä?"
"Ist auch egal."
"Ich will keine Papiertanne", protestiert das Mittelmonster. "Ich will einen echten Baum."
"Das müssen wir nicht heute entscheiden." Suchend schaue ich mich nach meinem jüngsten Minimoster um. Er ist mal wieder verschwunden. Das ist eine Tatsache, die mich mittlerweile nicht mehr in Angst und Schrecken versetzt. Im Baummart ist er sicher. Schließlich sind hier vier Wände drumherum.
Wir finden ihn auf dem Außengelände des Marktes. Bei den echten Weihnachtsbäumen. Als er uns kommen sieht, zeigt er auf eine stattliche Zuckerhutfichte im Blumentopf.
"Können wir die haben?", fragt er mit engelsblauem Unschuldsblick.
"Das wäre eine Alternative", meine ich.
"Was ist eine 'Alternative'?", fragt er.
"Etwas besseres als die Papiertanne und trotzdem nah genug dran an einem echten Weihnachtsbaum. Außerdem können wir diesen dann im Frühling in den Vorgarten pflanzen."
Wir kaufen die Zuckerhutfichte. Die Weihnachtsdeko haben wir vergessen.

Montag, 9. Dezember 2013

Die Feierliche Ziehung der Gewinner vom Adventsgewinnspiel

So, ihr Lieben, das Adventsgewinnspiel ist vorbei und mit ihm die Chance auf eine der drei vom fitnessraum.de gesponsorten DVDs. Leider war die Teilnahme etwas dürftig, was aber die Chance des Einzelnen auf 2:1 erhöhte.






Meine drei Weihnachtsengel waren heute morgen noch auf Kindergarten und Grundschule verteilt, so dass ich auf den Göttergatten zurückgreifen musste, der dieser Aufgabe aber mit Freude nachgekommen ist. Immerhin stehen dann drei Pakete weniger im Büro herum und stören die geheiligte Ordnung.

Und hier kommen nun die drei glücklichen Gewinner:





Ihr bekommt demnächst ein Päckchen von mir :-) - Herzlichen Glückwunsch!

Schnapp-Wort #49: U, V, W, X, Y, Z wie unglaubliche Vorkommnisse werden x-fach zugerufen


Auch wenn mich mein kaputter, schmerzender Arm umbringt, Woche #49 der Aktion Schnapp-Wort steht ganz im Zeichen des Unglaublichen. Und weil es die letzte Woche der Aktion ist, habe ich mal alle übriggebliebenen Buchstanden für mein Wortbild ausgesucht (das Y habe ich mal unterschlagen, den die Leute aus Nazareth waren weder Yuppies noch Yaks und Yoga kannten die sicherlich auch noch nicht ;-) ):



U wie unglaubliche Vorkommnisse werden x-fach zugerufen

Wer hat die junge Frau auf dem Bild erkannt? Richtig. Der guten Maria aus Nazareth erscheint ein Engel, der ihr verkündet, dass sie schwanger werden wird und das wohl wichtigsten Baby der damaligen Zeit zur Welt bringen würde. So wichtig, dass wir seine Geburt auch 2000 Jahre später (mittlerweile in etwas abgewandelter Form) feiern, uns gegenseitig beschenken und uns symbolisch für die Geburt des Retters, die Lichterketten in die Fensterscheiben hängen.
Ihr denkt, das ist unglaublich? Das hat Maria bestimmt auch gedacht. Und der Joseph erst.

Viel Spaß mit dem Wort, liebe Sunny!

Samstag, 7. Dezember 2013

Auf der Suche nach Herrn Weihnachtsfreude


Ihr sucht Herrn Weihnachtsfeude? Tja, der ist hier bei mir! Hat sich in den Zimmern der Minimonster eingerichtet, bastelt mit ihnen Tannenbaumschmuck aus Salzteig, backt Plätzchen und begleitet die Meute von einer Weihnachtsfeier zur nächsten. Herr Weihnachtsfreude fühlt sich - so mag man glauben - in Gesellschaft von Kindern besonders wohl. Das liegt zum Einen daran, dass den lieben Kleinen der übervolle mütterliche Terminkalender sowas von Wurscht ist und sie sich wie Bolle auf das Fest der Feste freuen. 
 
 
Herr Weihnachtsfreude ist es bestimmt leid, sich zwischen die letzten Zahnartztermine des Jahres, diverse Bastelaktionen im Kindergarten und hektischen Geschenkeeinkäufen zu quetschen, dass er die Gesellschaft von Kindern so viel mehr schätzt.
 
Ich werde dem Herrn heute einen Kinderpunsch anbieten und mit weihnachtlicher Musik besänftigen. Vielleicht lässt er sich dann auch mal beim Göttergatten und mir auf dem Sofa nieder, statt abends die Kinder vom Schlafen abzuhalten.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Kichererbsen: Wozu rote Ampeln gut sind



Kennen Sie das: sie stehen unter Strom, weil ein wichtiger Termin ansteht und auf der Hauptstraße werden Markierungsarbeiten vorgenommen, weshalb im Feierabendverkehr nur eine Fahrspur bereit steht? Nichts geht voran – außer vielleicht ihr Puls. Warum hält sich die Straßenwacht auch nie an den mütterlichen Terminkalender?

Richtig Spaß macht so ein unfreiwilliger Stopp besonders dann, wenn die Minimonster johlend mit im Auto sitzen. So wie heute.

Mal wieder zu spät dran, biege ich rasant auf die Hauptstraße. Bevor ich das Unheil von Weitem erblicke, ist es zum Umlenken zu spät und wir sitzen gefangen zwischen dem hupenden Nachmittagsverkehr und einem an der Ampel liegen gebliebenen Lastkraftwagen.
Die Menge auf der Rückbank jubelt. Mamas Taxi im Stau – die Turnstunde rückt in weite Ferne. Die Kinder stört diese Tatsache weniger als mich.

Rote Ampeln empfinde ich grundsätzlich als sehr praktisch, auch wenn sie viel zu langsam vorbei gehen. Eine gute Gelegenheit sich an die Übungseinheiten der Rückbildungsgymnastik zu erinnern – die Mütter unter euch werden sich erinnern: Die Beckenbodenmuskulatur anspannen und halten, mit Kraft der Gedanken eine Murmel in langsamen Kreisbewegungen von unten nach oben rollen lassen und so ein Zeug. Und warum die Zeit der roten Ampel nicht nutzen, um den weit ausgeleierten Beckenboden wieder in Schwung zu bringen. Meine Hebamme hatte damals betont, dass sich dies auch positiv aufs Sexleben auswirken soll. Also übe ich an jeder Ampel. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Heute übe ich allerdings nicht. Heute steht neben meinem Familientaxi ein liegen gebliebener LKW und vor ihm wartet der Abschleppwagen auf seinen Einsatz. Ja, ja, so ein Spektakel bekommt man nicht jeden Tag geboten. Das denken die anderen Autofahrer sicher auch, wie sonst soll ich mir den immensen Rückstau erklären.

Meine Minimonstermeute staunt - die Rotphase der Ampel endet leider just in dem Moment, als der Brummer angeleint und auf den Schlepper gezogen wird. Aber wehe ich sitze nächste Woche wieder allein im Auto und trainiere meine Beckenbodenmuskulatur: dann dauert die Phase mindestens doppelt so lange wie heute. Mindestens.

Montag, 2. Dezember 2013

Türchen, Törchen und Kalenderblätter - Blogger-Adventskalender im Überblick

Hier ein Türchen, dort ein Törchen, hier eine Krimigeschichte, dort ein Gewinnspiel: Was sich alles hinter den Adventskalendern der einzelnen Blogger und Bloggerinnen versteckt, findet ihr am Besten selbst heraus.

Ich habe hier einige interessante, tolle und überaus lesenswerte Adventskalender gefunden und hier für euch zusammen gestellt.

1. Adventskalender von Windeln.de: Hier gibt es hinter jedem Türchen tolle Preise zu gewinnen - vom Stokke Tripp Trapp Stuhl bis hin zu einem Jahresvorrat an Windeln.

2. Adventskalender der Autorin Katy Buchholz: Rezepte, Lieder - eben alles, was uns das Warten auf die Weihnachtszeit verkürzt

3. Jeden Tag eine kleine Überraschung gibt es im Adventskalender der Weihnachtsbloggerei.

4. Kriminell geht es im Krimi-Adventskalender der Crimelady zu. Hier gibt es jeden Tag ein Schmankel mit Inspektor Finch

5. Im Blog der Autorin Miriam H. Hüberli gibt es im Advent jeden Tag ein Törchen im Plampi Adventskalender zu bestaunen. Wer Plampi ist? Schaut einfach selbst nach.

6. Wer statt Schokolade lieber ein herzhaftes Rätsel bevorzugt, ist beim Doc und seinem Adventskalender genau an der richtigen Adresse. Das Lösungswort wird dann am 24.12 zusammengewürfelt.

7. Bei der Berlinmittemom gibt es in diesem Jahr den etwas anderen Adventskalender: Christmas Challange of Thankfulness

8. Auf Facebook startete am 1. Dezember der eBook-Adventskalender: Jeden Tag gibt es eBooks zum Preis von 0,99€ - Schaut mal rein, vielleicht ist etwas für euch dabei.

Schnapp-Wort #48: T wie transportieren

Oha, das Jahresende naht und damit auch Sunnys Schnapp-Wort Aktion. Aber noch haben wir vier Wochen Zeit und die wollen wir nutzen, um kreativ zu werden. In der Woche #48 dreht es sich bei mir um den Buchstaben T.

T wie transportieren

Dieses Buchstaben-Bild habe ich letztes Wochenende in Hamburg auf der Mönckebergstraße geschossen. Bin quasi fast über diesen Mini-Transporter gestolpert und das, obwohl ich selbst nur ein laufender Meter bin! Niedlich ist er, oder nicht? Obwohl ich mir kaum vorstellen mag, was darin zu transportieren wäre. Vielleicht ist der kleine Kerl auch nur Deko. So wie sich andere Leute Skulpturen oder Gartenzwerge (hihi) in das heimische Beet pflanzen, passt dieser Mini-Transporter als Straßendekoration hervorragend in Hamburgs Einskaufsstraße Nummer eins.

Ich hoffe, das Wort ist noch nicht vorhanden.

Sonntag, 24. November 2013

Schnapp-Wort #47: S wie Sisyphus (oder man sieht die Pilze vor lauter Wald nicht mehr)

Haha, dieses Wort wollte ich schon immer mal für irgendetwas gebrauchen dürfen. Und nun steht in Woche 47 der Schnapp-Wort-Aktion von Sunny das S im Mittelpunkt der Betrachtung, was mich dazu veranlasste, nach meinem Lieblingswort-Bild zu graben.


S wie Sisyphus

Und da haben wir es: Der kleine Junge steht nach vier Stunden im Wald immer noch mit einem fast leeren Körbchen da. Er sucht und sucht, aber die Pilze haben sich so gut versteckt, da hilft kein Jammern und kein Motzen. Es ist Sisyphus-Arbeit, wie wir gebildeten Erwachsenen zu sagen pflegen.

Aber woher kommt diese Bezeichnung? 

Laut dem Schlaumeier-Online-Lexikon benennt dieser Begriff eine Art Tätigkeit, die sinnlos und schwer zugleich, dabei aber ohne erkennbares Ende ist. Sie lässt sich auf den, in der griechischen Mythologie als Gotteslästerer bekannten Sisyphos zurückführen. Für seine zu Lebzeiten begangenen Taten, wird er von Hermes, dem Todesgott bestraft, weshalb er einen Schweren Felsbrocken immer und immer und immer wieder einen Berg hinaufrollen muss.

Und der kleine Kerl auf dem Bild?

Ja, der hat es auch schwer und geht einer, für ihn sinnlosen Tätigkeit nach. Mama hat ihn quasi gezwungen Pilze sammeln zu gehen. Er hasst Pilze, vor allem im Essen. Aber es gehört für mich im Herbst einfach dazu, wenn ich im Herbst in meiner alten Heimat bin, mit meinen Eltern Pilze zu suchen. Und hinterher auch zu Essen, versteht sich. Wir sind auch fündig geworden. Seht selbst ...


Mittwoch, 20. November 2013

Kampfansage an den Winterspeck: Gewinnt eine Fitness-DVD von FitnessRAUM.de im Kinderküchen-Adventsgewinnspiel

"Ach, Frau E., hätte ich geahnt, dass Sie schwanger sind, dann hätte ich mir doch die Röntgenaufnahmen gespart." Ich sah die Zahnarzthelferin mit einer Mischung aus Verwunderung und stillem Zorn an.
"Schwanger?", fragte ich kühl und blickte an mir hinunter. So schlimm war es nun auch wieder nicht!
"Oh, ähem, das tut mir Leid ... ich meinte ja nur ... ich wollte nicht ... Fettnapf", sagte sie errötend.
"Jap. Bis zum Hals und keine Aussicht auf Rettung."

Kampfansage an den Winterspeck


Ich gebe es zu: Mein Winterspeck aus dem letzten Jahr fühlt sich wunderbar wohl auf meinen Hüften. In meinem Kleiderschrank ist auch wieder Platz, weil Vieles einfach nicht mehr passt. In den Spiegel werfe ich vorsichtshalber keinen Blick und meine Waage habe ich zurück in die Verpackung gelegt, damit sie mich nicht ständig auslacht. Und nun steht Weihnachten vor der Tür und mein Winterspeck bekommt Gesellschaft. Darf das sein? Nein, habe ich beschlossen! Ich habe dem Winterspeck den Kampf angesagt.

 

Training vor dem Fernseher - Yoga-Stunde zu Hause


Ich persönlich bin kein Fitness-Studio-Typ, habe oftmals zwischen meinen Terminen und dem Programm der Kinder keine Zeit, mich um meine eigenen Belange zu kümmern. Da kamen mir die Yoga-DVDs mit Young-Ho Kim sowie die Functional-Power-Yoga-Stunde mit Eva Padberg ganz recht. Fernseher an, Yoga-Matte davor und ab gings. Das Programm bestimme ich selbst, den Zeitaufwand auch und ich kann die Zeit-Nischen nutzen, die mir als Homeoffice-Mutter zur Verfügung stehen.

Winterspeck adè - Wer macht mit?


Und weil ich so begeistert von den Fitness-DVDs bin, kann ich sie Euch nur wärmstens ans Herz legen. Das Online-Fitness-Studio FitnessRAUM.de hat mir freundlicherweise drei DVDs für mein Kinderküchen-Adventsgewinnspiel überlassen, die ich verlosen darf. Schaut auf der Seite mal vorbei: an über 300 Kursen, von Bauch-Beine-Po über Pilates bis hin zu Dance-Workouts, könnt Ihr dort ganz einfach per Computer, Smartphone oder Tablet teilnehmen.


Und das sind die Fitness-DVDs meiner Verlosung:

Überseht bitte das Chaos auf meinem Schreibtisch ...


1. "Bauch weg Workout" mit Jimmy Outlaw, der bei dem ungeliebten Bauchspeck keine Gnade walten lässt :-)

2. "Bauch, Beine, Po intensiv + schöne straffe Arme" mit Johanna Fellner, welches für Workout-Einsteiger sowie für Profis geeignet ist

3. "Latin Dance Workout" von und mit Anette Alvaredo, mein persönlicher Favorit, den ich mir zu Weihnachten noch gönnen werde :-)


Was Ihr tun müsst?


Schenkt mir bis Sonntag, den 8. Dezember (2. Advent) einen kleinen Vierzeiler, in dem das Wort Winterspeck enthalten ist.
Postet Euren Vierzeiler einfach in die Kommentarliste und lasst euch überraschen. Aus allen Vierzeilern werden meine Weihnachtsengel und ich am Montag, den 9. Dezember die glücklichen Gewinner ziehen.


Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.


Kichererbsen: Mama macht jetzt Yoga und wehe, einer lacht!

Mein Orthopäde hatte mir geraten, mehr Sport zu treiben. Na, der kann gut Reden. Schließlich kennt er meinen überquellenden Terminkalender nicht! Eilausschuss der Schulkonferenz am Montag, ehrenamtliche Tätigkeit im Kleiderstübchen am Dienstag, Musikschule mit den Kurzen am Mittwoch, Sportverein am Donnerstag, Schwimmfahrt mit dem Kindergarten am Freitag, Kinderbelustigung der Nachbarschaft am Samstag - na und am Sonntag gehe ich grundsätzlich nicht ins Fitnessstudio! Für solche Dinge bleibt mir einfach keine Zeit.

"Dann versuch mal meine Yoga-DVD", hatte meine Freundin vorgeschlagen. "Das kannst du zwischendurch machen. Oder morgens, bevor alle aufstehen."
"Morgens? Bist du verrückt?"
"Na, dann eben abends, wenn du die Kinder im Bett hast."
"Dann will der Göttergatte seinen Krimi sehen!"
"Ja, dann machst es eben am Nachmittag! Und lächeln nicht vergessen", grinste meine Freundin.

Gesagt, getan. Ich habe mich in eine bequeme Jogginghose gezwängt, mir eine Iso-Matte vor den Fernseher gelegt und die Yoga-DVD eingeworfen. Kaum habe ich die Position des "herabschauenden Hundes" eingenommen, polterte das erste Minimonster ins Wohnzimmer.

"Was machst du da, Mama?"
"Sport," sagte ich - den Kopf zwischen den Schultern verkeilt - mit einem gezwungenen Lächeln auf den Lippen.
"Das sieht komisch aus. Hey, kommt mal! Mama macht was Lustiges."
"Das ist überhaupt nicht lustig. Och nö", jammerte ich, immer noch im "herabschauenden Hund", während die restlichen Minimonster ins Wohnzimmer stürmten.
"Macht das Spaß?", fragte das Mittelmonster.
"Jetzt nicht mehr", knurrte ich hörbar genervt und wechselte die Position. Young-Ho Kim lächelte mir entspannt entgegen. Er befand sich schließlich allein auf Fuerteventura, im Hintergrund das sanfte Licht der untergehenden Sommersonne und als Geräuschkulisse nur ein einsamer Mövenschrei gepaart mit dem Säuseln der Wellen. Ich hockte hier in meinem Wohnzimmer zusammen mit drei grinsenden Minimonstern ... wie gern hätte ich mit Young-Ho getauscht!
"Darf ich mitmachen?", fragte die Große.
"Ich auch ...", flötete der Jüngste und schob mich unsanft von meiner Iso-Matte.

Das war nun das Ende meiner ersten Sportstunde. Vielleicht sollte ich morgen doch eine Stunde früher aufstehen, als der Minimonster-Rest. Dann hätte ich fast so viel Ruhe wie der akrobatische Yoga-Lehrer auf Fuerteventura. Und vielleicht fiel mir dann auch das Lächeln nicht so schwer.

Wollt Ihr von Euren Kindern auch beim Sport gestört werden? Dann macht mit bei meinem Adventsgewinnspiel. Da verlose ich nämlich drei Fitness-DVDs, die mir von fitnessRAUM.de gesponsort wurden. :-)))

Dienstag, 19. November 2013

Schnapp-Wort #46: R wie Rost

Mit meinem Schnapp-Wort-Bilder-ABC habe ich schon den Anspruch an mich selber, für jeden Buchstaben auch ein besonderes Wort beziehungsweise Bild zu entdecken und an Sunny zu verschenken. Nun zum R gibt es sicherlich eine Unmenge an Worten, aber die passendenden Bilder dazu werden leider nicht mitgeliefert ...


R wie Rost



Und dann passiert es - unverhofft fiel mir auf einem unserer Sonntagsausflüge dieses Objekt vor die Linse. Es ist ein altes Gasroht auf der Kokerei Hansa in Dortmund. Na, und was passt besser zum R als Rost? Denn davon war auf dem alten Rohr mehr als genug vorhanden.

Und was hältst du von meinem Wort?

Mittwoch, 13. November 2013

Schnapp-Wort #45: Q wie Querformat

Oha, Woche 45 der Schnapp-Wort-Aktion wird mäßig kreativ, jedenfalls bei mir.

Q wie Querformat

Aber nichts ist umsonst, nicht mal dieser schicke Aufkleber im Querformat, den ich beim Treckertreffen 2013 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen geschossen habe. Nicht, dass irgendeiner aus unserer Familie sich für historische Trecker interessiert - sie waren genauso zufällig im Eisenbahnmuseum, wie dieser Aufkleber, den ich dort am Hinterteil eines dieser geschichtlichen Urgesteine fotografiert habe.

Viel Spaß mit dem Wort.

Kichererbsen: Bye, bye, Sankt Martin!

Wir haben es geschafft - Sankt Martin ist Geschichte!

Nie wieder trockene Stutenkerle zum Abendessen.
Nie wieder Geschrei, wenn die Tonpfeife des Geschwisterkindes mit lautem "Krabumm" zu Boden fällt und in tausend Einzelteile zerspringt.
Nie wieder nasse Füße und zerweichte Martinslaternen, weil es pünktlich zum Umzug wie aus Gießkannen schüttet.
Nie wieder "Ich geh' mit meiner Laterne ... rabimmel, rabammel, rabumbumbum".
Nie wieder fünf gekaufte Leuchtstäbe, wovon vier bereits vor dem Umzug kaputt sind und die fünfte während des ersten Liedes den Geist aufgibt.
Nie wieder Batterien in den Taschen.
Nie wieder ...

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn auch das letzte Kind bald aus dem Kindergartenalter hinausgewachsen ist.

Donnerstag, 7. November 2013

Schnapp-Wort #44: P wie Paparazzi

Aus persönlichen Gründen habe ich Sunnys Schnapp-Wort-Aktion in den letzten Wochen sträflich vernachlässigt. Tja, und promt ist es wenige Wochen vor Weihnachten und ich komme mit meinem Schnapp-Alphabet nicht mehr hin.

P wie Paparazzi

Mein Wort für die Aktion ist Paparazzi - aus dem einfachen Grund, dass sich mein großes Minimonster bei jeglicher Gelegenheit meine Kamera schnappt (hihi ... schönes Wortspiel, woll?) und die Speicherkarte vollknippst.
Dabei kommen Bilder zum Vorschein, die meinen teilweise in nichts an Kreativität nachstehen. Der Apfel fällt nun mal nicht weit vom Birnbaum ... oder wie war das? In wenigen Wochen hat das Kind Geburtstag, vielleicht sollten wir ihr eine eigene Kamera schenken. Dann komme ich wenigstens auch mal wieder in den Genuss ein paar Bilder zu schießen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Beurlaubung von Schülern - Mein Flug geht schon am Freitag!

Die Herbstferien stehen vor der Tür und promt flattert ein Pamphlet von der Schule bei uns ein:

Liebe Eltern,
häufiger kommt es vor, dass Kinder früher in die Ferien gehen beziehungsweise erst später aus den Ferien zurückkommen. Dies ist eine Form der Schulpflichtsverletzung.

Dabei weiß doch jeder, der schulpflichtige Kinder hat, wie schwer und vor allem wie teuer es ist, Flüge innerhalb der Ferien nach Ibiza, Mallorca oder in die Türkei zu buchen! Haben die in der Schule denn kein Herz? Bedeutet die Autorität der Elternunterschrift denn gar nichts mehr?
Früher, zu meiner Zeit, da stellte dies noch kein Problem dar. Es reichte eine schnell hingekritzelte Entschuldigung der Eltern, dass dem Kind zwei Tage vor den Ferien unwohl ist.

Hinweise zur Beurlaubung von Schülern


Für jeden Schüler besteht die verpflichtende Teilnahme am Unterricht - für alles Eltern nachweislich festgehalten in Paragraph 43 Absatz eins des Schulgesetzes. Im dritten Absatz wird die Beurlaubung vom Unterricht oder von einzelnen Fächern im Ausnahmefall behandelt. In wichtigen Fällen dürfen die Eltern einen Antrag auf Beurlaubung stellen, der nicht zum Zweck der Verlängerung der Schulferien erfolgt.

Aber mein Flug geht schon am Freitag ...


Dann muss Ihr Kind eben einen Tag später nachfliegen! Ferienzeitverlängerungen sind nicht zulässig.
Nachweislich dringliche Fälle sind unter anderem die Beurlaubung aus persönlichen Gründen wie etwa eine Hochzeit enger Familienangehöriger, ein großes, im Familienkreis gefeiertes Jubiläum oder ein Todesfall mit anschließender Beerdigung. Auch für Erholungsmaßnahmen werden die Kinder vom Unterricht befreit, wenn diese Maßnahmen, etwa eine Mutter-Kind-Kur, von den Krankenkassen bewilligt wurden.
Als ein weiter wichtiger Grund können religiöse Feiertage geltend gemacht werden. Die betrifft häufig muslimische Familien. Sollte ein gewichtiger Grund für eine Berurlaubung vorliegen, ist auf Verlangen der Schule eine geeignete Bescheinigung vorzulegen.

Die Erziehungsberechtigten haben Sorge zu tragen, dass ihre schulpflichtigen Kinder am Unterricht und an sonstigen Veranstaltungen der Schule regelmäßig teilnehmen. Dazu gehören auch Klassenfahrten, Sportfeste oder Ausflüge. Wer als Erziehungsberechtigter dieser Verpflichtung fahrlässig oder vorsätzlich nicht nachkommt, handelt ordnungswidrig und muss mit einer Geldbuße rechnen. Soweit zur Theorie - praktisch handeln sowieso nur die fahrlässig, denen man die Geldbuße erlassen muss, weil sie nicht zahlen wollen oder können.



Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die Kichererbsen: Wir sind jetzt Schule!

So schnell kann es gehen. Da kommt das zweite Minimonster in die Schule und promt sitzt Mutter in der Schulkonferenz. 

Kaum ist nun das Mittelminimonster in der Schule, befindet sich Mutter in „Amt und Würde“ in der Schulkonferenz. Wie ich zu dieser „Ehre“ kam, war eher ein Unfall, denn gewollt. Wir alle wissen doch aus unserer eigenen Schulzeit, dass man bei der Verteilung von wichtigen Aufgaben nie – aber auch wirklich nie – dem Lehrer in die Augen sehen darf. Dies wird in der Regel als unausgesprochene Zustimmung gewertet. Pech für den, der es vergisst!

Als die Frage, wer denn aus der Elternpflegschaft für den Sitz des Vorsitzenden kandidieren würde im Raum stand, und nur eine Mutter dazu bereit war, hob ich unabsichtlich meinen bis dahin vorbildlich gesenkten Kopf.
„Ah, Frau E., wie schön, dass sie sich aufstellen lassen.“
Ich schluckte. So war das nicht geplant.  Zustimmend hoben alle anderen Mütter und Väter plötzlich ihren gesenkten Kopf und – schwups – stand mein Name an der Tafel. So kann es kommen. Aber ich hatte noch die Chance, dass mich keiner wählt und so kreuzte ich die Finger, hoffend und bangend.

Und dann kam alles anders. Statt der üblichen zwei Wahlgänge für den Vorsitzenden und den Stellvertreter wählten wir nur einmal. Die Person mit den meisten Stimmen erhielt den Vorsitz und ich wurde Stellvertretung.

Auf der Schulpflegschaftssitzung dachte ich mir dann: Wenn schon ein Amt, dann auch eines, wo es die besten Geschichten zu hören gibt! Also ließ ich mich zusätzlich in die Schulkonferenz wählen. Wenn schon, denn schon! Außerdem habe ich eine blütenreine Weste, was Doktorarbeiten und sonstige wissenschaftliche Publikationen angeht - es braucht also niemand Angst haben, dass ich in zwei oder drei Monaten mein Amt niederlegen muss. Außerdem arbeiten wir ehrenamtlich - Nebeneinkünft müssen somit nicht offengelegt werden.

Elternmitwirkung in der Schule sollte nicht unterschätzt werden. Mitgewirkt habe ich ehrenamtlich bisher auch schon, nur ohne Stimmberechtigung bei den wirklich wichtigen Entscheidungen.
Nimmt man es genau, wird man als Elternteil eines schulpflichtigen Kindes laut Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Artikel 10 Absatz 2) sogar dazu aufgefordert, an der Gestaltung des Schulwesens mitzuwirken. Die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und auf den weiterführenden Schulen auch der Schülerinnen und Schüler ist ein sinnvolles Organ, um seinen eigenen Sachverstand und seine Ideen in die Schule mit einzubringen.

So kurz nach der Bundestagswahl fühlte ich mich ja quasi auch ein wenig geschmeichelt, meinen Namen auf den Wahlzetteln und hinterher im Protokoll zu lesen. Jetzt kommt nur noch die Elternpflegschaftssitzung im Kindergarten. Einmal am Hebel der Macht, könnte ich mich doch hier auch noch aufstellen lassen – und dann kräftig im Kindergarten aufräumen!

Mehr Infos zur Elternarbeit in Schulgremien finden Sie auf der Seite des Nordrhein-Westfälischen Schulministeriums.
 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kindererziehung leicht gemacht - Tipps und Tricks von erfahrenen Eltern

„Du kannst zehn Kinder haben und jedes wird verschieden sein“, betonte Oma-Selig immer besonders gern.
Gute Ratschläge, die bei einem Kind funktionierten, können beim nächsten das Gegenteil bewirken. Darum habe ich trotz meinem Dreifach-Mutter-Latinum die Weisheit nicht erfunden. Für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und Erziehens suche selbst ich als erfahrene Minimonsterbändigerin nach Tipps und Tricks von anderen Müttern und Vätern.

Auf den Seiten Kinder-Tipps und Baby-Tipps gibt es genau diese Dinge verpackt in einer schönen und vor allem überschaubaren Form. Eltern von Kindergartenkindern finden hier Tipps für die Eingewöhnung in die Gruppe und für Eltern von Schulkindern gibt es Vorschläge für eine stressfreie Hausaufgabenzeit. Daneben werden Produkte auf Kinderfreundlichkeit getestet und Spielvorschläge für junge und Junggebliebene aufgezeigt.

Erfahrungsaustausch ist wichtig - vor allem für die eigene Psyche! Natürlich wird die stressige Zeit mit dem zahnenden Schreikind dadurch nicht kürzer, aber es tut der Seele gut zu lesen, dass es auch anderen Eltern so geht. Schaut doch mal auf der Seite vorbei. Ich finde sie gelungen und hilfreich für alle, die guten Rat suchen!

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die Kichererbsen: Weg mit den Vorurteilen!



Das Mittelkind kommt in die Schule – endlich! Seine Erwartungen sind groß und der Kindergarten ist seit langem schon langweilig. Die Schultüte ist gebastelt, der Tornister gekauft und die Abschlussfeier des Kindergartens liegt hinter ihm. Kürzlich durften wir Eltern zum ersten Elterngespräch in der Schule erscheinen, um Lehrerin, Klassenraum und Materialliste kennenzulernen. Und natürlich, um einen Blick auf die Eltern zu werfen, deren Kinder neben unserem Mittelkind eingeschult werden. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm ...

Als der Göttergatte und ich die Straße zur Schule entlang gehen, brüllte uns ein schwarzer 7er BMW aus den frühen 90er Jahren mit seinem deftigen V8-Automatikgetriebe entgegen. Der Göttergatte bekommt glänzende Augen – dann fängt er sich wieder – und raunt mir zu: “Sieh dir mal diese Zuhälter-Karre an! Bei unserem Glück, ist das Kind von denen bei uns in der Klasse.” Empört boxe ich ihn in die Seite. Er und seine Vorurteile ...

Der Klassenraum ist ungemütlich, nicht nur wegen der viel zu kleinen Tische und Stühle, auf die demnächst die neuen Erstklässler sitzen würden. Den Zustand des Raumes versucht die Lehrerin entschuldigend herunterzuspielen. Sie hätte eben noch viel Arbeit vor sich.
Der Göttergatte und ich blicken uns an. Einige Eltern haben es sich auf den hinteren Stuhlreihen bequem gemacht und tippen auf ihren Smartphones herum. Der Gatte steuert auf die erste Sitzreihe zu. Ich kann ihn gerade noch am Ärmel in die zweite Reihe zerren, als ein junges Pärchen den Raum betritt: Er mit blonder Kurzhaarfrisur und stark slawischen Gesichtszügen, das Polohemd streng in die Jeans gesteckt - sie, eine hübsche Brünette, stark geschminkt mit Gucci-Handtäschchen und roten Highheels.


Der Göttergatte zupft – total unübersehbar –  an meinem Arm: “Das ist der BMW-FAHRER. Ich habs dir gesagt!!!” Dieser “Jenerwelcher” grüßt freundlich in die Klasse, setzt sich in die erste Reihe und winkt einem anderen in der letzten Reihe zu, den er wohl kennt.
“Hey Mann, in der letzten Reihe haben wir lang genug gesessen, jetzt geht es um unsere Kinder, da müssen wir vor sitzen und aufpassen!” Der Satz hat selbst dem Göttergatten imponiert. Allen Vorurteilen zum Trotz.


Bis nächsten Mittwoch

Eure Chaos-Mama Sandra-Maria


PS: Tipps und Tricks zur Einschulung und wie Sie und Ihr Kind selbige sowie das erste Schuljahr unbeschadet überstehen, finden Sie in meinem Einschulungsratgeber "Endlich ein Schulkind" für den Kindle oder im praktischen Taschenbuchformat.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Nimm dir Zeit ...

Nimm dir Zeit zum ARBEITEN
Das ist der Preis für den Erfolg.

Nimm dir Zeit zum NACHDENKEN
Das ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit zum SPIELEN
Das ist das Geheimnis der Jugend.

Nimm dir Zeit zum LESEN
Das ist das Fundament des Wissens.

Nimm dir Zeit für die ANDACHT
Das wäscht den irdenen Staub von den Augen.

Nimm dir Zeit für deine FREUNDE
Das ist die Quelle des Glücks.

Nimm dir Zeit zum LIEBEN
Das ist das einzige Sakrament des Lebens.

Nimm dir Zeit zum TRÄUMEN
Das zieht die Seele zu den Sternen hinauf.

Nimm dir Zeit zum LACHEN. 
Das ist die Erleichterung, welche die Bürde des Lebens tragen hilft.



Nimm dir Zeit zum PLANEN. 
Dann hast du auch Zeit für die ersten neun Dinge.

Aus Irland

Montag, 24. Juni 2013

Schnapp-Wort Woche #25: O wie Ohnmacht

Mit einem fröhlichen O starte ich in meine Schnapp-Wort-Woche Nummer 25. In der letzten Woche habe ich mir den Kopf zerbrochen, welches Bild ich für das Wort mit O denn nehmen könnte. Und überhaupt - O-Worte sind wirklich schwierig! Und dann - peng - landeten mehrere O-Worte auf einmal in meinem internen Speicher, so dass ich mich gezwungen sah, eine Entscheidung zu treffen. Und - voila - hier ist mein Beitrag für Sunnys Schnapp-Wort-Aktion:


O wie Ohnmacht

Zu meinem Wort hätte ich noch ein anderes tolles Bild gehabt: Wie der Göttergatte aufgrund der schwindelerregenden Höhe des Oberhausener Gasometers (120m) mit bleichem Gesicht den rettenden Rasen aufsuchte. Aber diese Schmach habe ich ihm erspart (ähem ...)

Nicht das ihr mich wegen meiner Tiergeschichten bei der PETA, dem Tierschutzbund oder dem Verein zur Rettung des zottigen Eichhörnchens anschwärzt: Der Kerl lebt noch immer, er stellt sich nur tot, ist quasi in Ohnmacht gefallen, als ich mich ihm näherte. (Wehe, es lacht jemand!) Kurz darauf, war er nämlich wieder putzmunter. Gar nicht so dumm, die kleinen Krabbeltierchen. Und wer mir nicht glaubt, dass er noch lebt, kann sich ja das kleine Video hier ansehen. Er hat sich selbst in Sicherheit gebracht ;-)




Viele Schnapp-Wort-Grüße.

Montag, 17. Juni 2013

Schnapp-Wort Woche #24: N wie niedlich (ist anders)


Die vierundzwanzigste Woche der Schnapp-Wort-Parde steht ganz im Zeichen der kleinen fiesen Krabbeltierchen, die sich fröhlich in meinem Garten eingenistet haben. Es ist wieder Blattlaus-Zeit ...

N wie niedlich (ist anders)

Darum schenke ich Sunny für ihre Geschichte mal ein Adjektiv, welches wenig mit Blattläusen zu tun hat. Ich hätte ihr ja gern ein Bild von unserer Katze geschickt, aber die ist weggelaufen. Auch die Wachteln befinden sich nicht mehr in unserer Obhut, weil sich das Mardertier die letzten drei Hühnchen geschnappt hat. Was bleibt, sind die einzigen Tiere, die irgendwie alles und jeden überleben: Die gemeine Blattlaus. Und die ist alles andere als NIEDLICH. Aber dies ist mein Schnapp-Wort für diese Woche. Viel Spaß damit.


Bildungsurlaub für die ganze Familie

Zelten, Bauernhof oder mal etwas Neues ausprobieren? Wie wäre es mit einer Sprachreise?

Die Sommerferien stehen mal wieder vor der Tür und die Urlaubsplanung bereitet beinahe schlaflose Nächte: Camping letztes Jahr war Dank Dauerregen der absolute Reinfall, aus dem Alter für Ferien auf dem Bauernhof sind die Kinder eigentlich auch so langsam raus und eine Städtereise samt Kunst und Kultur ist mit der gesamten Familie auch eher nervenaufreibend als erholsam.

Wie wäre es also mal mit einer etwas anderen Form des Urlaub machens? Immer mehr renommierte Sprachschulen sowie Sprachreiseveranstalter bieten heutzutage eine neue Form des Sprachaufenthaltes an und zwar in Form eines Bildungsurlaubs für die gesamte Familie: Eine Familiensprachreise. 

Wir lernen für die Zukunft


Besonders in der heutigen Gesellschaft werden gute Englisch Kenntnisse bzw. Sprachkenntnisse im Allgemeinen, sowie eine gewisse Weltoffenheit und ein internationaler Blick auf das Geschehen immer wichtiger. In sämtlichen Bereichen des Lebens spielen diese eine Rolle. Bereits in der Grundschule beginnt der erste Englisch Unterricht. Fremdsprachen ziehen sich ab diesem Zeitpunkt an eigentlich durch den Rest unseres Lebens. Ob fürs Abitur, fürs Studium, für den Beruf oder einfach um die Welt durchs Reisen zu entdecken spielen Fremdsprachenkenntnisse eine große Rolle.
Fazit: Die Wichtigkeit der Sprachen ist im Prinzip unabhängig von Alter,  Tätigkeit oder Zukunftsplan des einzelnen. Gerade deswegen kann eine Familiensprachreise eine tolle und hilfreiche alternative zum ‚normalen‘ Sommerurlaub sein.

Nun denken sich viele Mütter wahrscheinlich: ‚Na damit muss ich meinen Kindern mal kommen, dass sie während der Sommerferien auch noch lernen sollen?!‘  Klar, ohne lernen, keine Fremdsprachenkenntnisse. Aber was das Lernen hier eben so besonders und angenehm macht, ist zunächst einmal die Umgebung. Eine Sprache in einheimischer Umgebung zu erlernen macht schon einen großen Unterschied. Nicht nur, dass einem permanent vor Augen geführt wird, wofür man das alles tut, man kann das Erlernte außerdem direkt an den Mann bringen und seine neu erlangten Kenntnisse auf die Probe stellen. Hierdurch werden diese besonders verinnerlicht und das neue Wissen auch langfristig im Gedächtnis behalten.


Freundschaften schließen über die Ferienzeit hinaus


Des Weiteren können gerade die Kinder beziehungsweise Jugendlichen durch eine derartige Sprachreise einzigartige Erfahrungen machen und internationale Freundschaften schließen. Innerhalb einer Familiensprachreise wird für jedes Familienmitglied, je nach Sprachlevel, Vorkenntnissen und Alters, das passende Kursmodell herausgefunden. Hierdurch trifft jedes Familienmitglied auf Gleichgesinnte, was nicht nur das Sprachen lernen sondern auch den Urlaub an sich von Anfang an bereichert. Die Freizeit kann dann, je nach Belieben, gestaltet werden. Aber ums Anschluss finden während der Ferien braucht sich hier schon mal niemand Gedanken machen.

Die Familie kann sich abends dann gegenseitig auf die Probe stellen, um zu gucken wer wohl schon was gelernt hat? Kleine Herausforderungen wie "Wer sich traut das erste Eis auf Englisch (Spanisch, Französisch… etc.) zu bestellen, bekommt eine extra Kugel" usw.

Sie werden sehen, dass das Erlernte im Zusammenhang mit tollen neuen Erfahrungen langfristig fruchtet und ein neu gewonnenes  Level der Motivation zur weiteren Verbesserung der Kenntnisse beiträgt. 

Gastartikel: Jana Wittenberg von linguista.ch


Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Kichererbsen: Wer ist eigentlich Leo?




Wie imaginäre Freunde das Familienleben bereichern



Das Unheil ließ sich von weitem schon erahnen, als ich meine frisch gewischte Küche betrat. Unzählige matschige Fußabdrücke zierten meine beigefarbenden Fliesen.
„Gut – wer war es?“, fragte ich die Meute erbost, als ich sie zusammentrommelte und auf der Terrasse stramm stehen ließ. Betreten sahen sie auf den Boden.
„Ich nicht“, flötete die Große und war im Begriff meinen Gericht zu entfliehen.
„Halt! Ich will nicht wissen, wer es nicht war, sondern, wie die Fußabdrücke auf meinen Fußboden kommen!“ Ich war wirklich sauer. Putzen gehörte neben Bügeln zu meinen unliebsamsten Aufgaben, aber wenn ich es schon tue, dann soll es bitte auch mindestens eine Stunde sauber aussehen!
„Leo war’s“, meinte mein Kleinster und blickte mich mit seinen hellblauen Unschuldsaugen an.
„Leo? Wer ist dass denn nun schon wieder?“
„Ja, Leo war’s“, stimmten die anderen beiden dem Jüngsten zu und nickten eifrig.
„Den kenne ich nicht, aber wenn ich ihn erwische, dann kriegt er mächtig Ärger!“ Die drei kicherten und rannten zurück in den Garten. Da stand ich nun – in meiner frisch geputzten Küche mit matschigen Fußabdrücken, die LEO hinterlassen hatte.

Was war ich froh, als „Wupsi“, „Bella“ und „Hinkipinki“ endlich das Haus verlassen hatten. Die drei Freunde waren ziemlich anstrengend, aber nichts im Vergleich zu diesem frechen Kerl, den mein Jüngster angeschleppt hatte. Leo hatte es faustdick hinter den Ohren. Nachdem er meine Küche verunstaltete, baute er tags darauf einen Apfelsaftsee im Wohnzimmer und ließ kleine Lego-Männchen darin ertrinken. Kaum stand ich in der Tür, war Leo natürlich verschwunden und nur der Jüngste saß betreten neben der Pfütze.
„Lass mich raten: Leo war’s?“
„Ja“, meinte der Kurze und wollte sich aus dem Staub machen.
„Und wer macht das sauber?“
„Du?“
„Nein, ganz bestimmt niemals nicht. Leo ist dein Freund, dann kannst du ihm ja beim saubermachen helfen. Und vielleicht kannst du ihm beim nächsten Mal draußen spielen lassen.“ Unter lautem Protest wischte der Jüngste die Pfütze auf. Von Leo keine Spur.

Ich mag die Fantasie meiner Minimonster und auch die Tatsache, dass sie sich der größtmöglichen „künstlerischen“ Freiheit bedienen. Glücklicherweise ist das nur ‚ne Phase und diese mit spätestens sieben Jahren auch vorbei. Dann bleiben mir noch drei Jahre, um diesen Leo zu erziehen!
Bevor ich es vergesse: Er ist heute zum Abendessen eingeladen. Mal sehen, wie seine Tischmanieren so sind. Ich befürchte das Schlimmste …


Bis nächsten Mittwoch


Eure Chaos-Mama Sandra-Maria
 

Mittwoch, 5. Juni 2013

Kichererbsen: Fußballlexikon Neunmalklug - die Blutgrätsche


  „Also, zuerst zeige ich dir, wie man richtig grätscht. Das ist echt total wichtig, dass du weißt, wie das geht“, meinte unser fußballverrückter Nachbarsjunge zum Mittelkind.
Der Acker-Rasen in unserem Garten verwandelte sich blitzartig in ein Fußballfeld, die Treppe von der Terrasse hinauf in selbigen wurde zum Tor auserkoren.

Vorsorglich brachte ich meine drei Minitomaten in Sicherheit, die sich genau hinter dem selbsternannten Tor in der Sonne räkelten. Mit Kaninchendraht umwickelt, hielt ich das Risiko einer totalitären Verstümmelung für berechenbar.
Meine Tomaten und ich hatten Glück, denn an diesem Dienstagnachmittag unterrichtete der Nachbarsjunge unser Mittelkind im fachgerechten Ausführen einer „Blutgrätsche“.

Ich war mir noch nicht sicher, ob ich diesem Treiben ein Ende setzen oder lieber den neunmalklugen Ausführungen des Nachbarn lauschen sollte. Ich entschied mich für Letzteres, und hatte Spaß dabei … Hinterher blieb noch genug Zeit, dem Mittelkind die Idee einer angewandten „Blutgrätsche“ als unsportliches Verhalten wieder auszutreiben.

„Gut, Junge, du hast den Ball und ich versuche ihn dir abzunehmen. Los, lauf…“ Ergeben lief das Mittelkind mit einem Rosa-Mädchen-Gummiball über unseren Acker. (Lederbälle wurden nach mehreren abgeknickten Blumen, Ästen und drei kaputten Solar-Lämpchen vom Oberschiedsrichter eingezogen!!!)
„Ich greife dich jetzt an“, rief der Nachbarsjunge meinem Mittelkind zu und warf sich ihm entgegen, rutschte über den moosigen Rasen und verfehlte das Schienbein des Kurzen nur um Zentimeter.
„Hast du gesehen? Du musst dich richtig reinschmeißen, das Bein nach vorn und am besten den Gegner treffen.“ Ich schnappte kurz nach Luft. Das widersprach den gewaltfreien Regeln unseres Haushaltes. Da hatte ich heute Abend eine Menge aufzuarbeiten.

„Jetzt du. Los, greif mich an!“  Lauernd standen sich die beiden Kontrahenten gegenüber. Als der Junge mit dem Ball startete, rannte auch das Mittelkind los. Das rechte Bein schoss nach vorn, rammte dem Nachbarskind ins Schienbein und ließ es laut aufschreiend zu Boden gehen.

„Habe ich das so richtig gemacht?“, fragte mein Unschuldslämmchen mit dem rosa Ball in den kleinen dicken Patschhändchen. Der Nachbarsjunge lag noch immer am Boden und hielt sich sein Schienbein.
„Ich blute, ich blute …“, jammerte er, während er sich über den Rasen-Acker wälzte.
„Dann war das ‚ne Blutgrätsche!“, schlussfolgerte das Mittelkind und hob stolz die Brust.
„Neee.“ Der andere rappelte sich vom Boden auf und hielt sich sein Bein. „Bei ‚ner richtigen Blutgrätsche, muss das Bein gebrochen sein … am besten guckt noch ein Knochen raus.“

AHA. Wieder etwas gelernt.


Bis zum nächsten Mittwoch
eure Chaosmama


Sandra-Maria
 

Freitag, 24. Mai 2013

Schnapp-Wort: M wie Miniaturausgabe

Sunny sucht auch in Woche 20 ein Schnapp-Wort für die Geschichte ohne Namen. Mein Schnapp-Wort in dieser Woche ist etwas sehr Kleines. Seit einer Woche sind wir Wachtel-Eltern (mit mehr oder weniger Erfolg, siehe HIER). Die kleinen Hühnchen wohnen zusammen mit einem Hähnchen in einer selbst gebauten Voiere, futtern Legehennenfutter und legen pro Tag mindestens ein Ei. Und genau dieses Ei ist der Gegenstand meines dieswöchentlichen Schnapp-Wortes.


M wie Miniaturausgabe


Nun wäre das Wort Ei zu gewöhnlich, das Wort Wachtel im Alphabet noch nicht an der Reihe und den Buchstaben K für klein hatten wir ja schon. Dieses Wachtel-Ei ist die gepunktete Miniaturausgabe eines Hühnereies. Es ist nicht nur klein, sondern wirklich winzig. Dieses Wort schenke ich Sunny in Woche 20 und freue mich auf nächste Woche.


Donnerstag, 23. Mai 2013

Kichererbsen: Warum wir die denkbar schlechtesten Haustier-Eltern sind...

Da offene Briefe im Moment scheinbar der letzte Schrei sind, will ich mich in einem solchen an euch wenden und mich für diverses Fehlverhalten in der Tierpflege entschuldigen.


Liebe Leserschaft, liebe Kinder,
liebe Minimonster-Versteher und liebe Tierschützer!

Ich bin untröstlich. Wir haben es wieder geschafft, die Anzahl an Haustieren zu minimieren. Die Trauer hielt sich diesmal bei den Minimonstern in Grenzen, aber nichtsdestotrotz sind wir schuldig geworden an dem Verlust eines Wachtelhühnchens. Die Montags-Katze (die, die immer Montags bei uns vorbeikommt, aber weder Moritz noch Luis ist, und sich bei uns durchfrisst) war leider schneller.

"Nicht schon wieder", stöhnen die Nachbarn.
 "Könnt ihr nicht einmal auf eingezäunte Wachteln aufpassen?", fragen sich die anderen.
Nun, bevor die ersten militanten Tierschützer vor unserer Tür patroullieren und die restlichen drei Minihühner aus ihrem vermeintlichen Foltergefängnis zerren: Den drei restlichen Hühnchen geht es gut! Wirklich und in Echt...

Wie kommt es, dass Haustiere bei uns (abgesehen von Spinnen, Schnaken und Nacktschnecken) nicht alt werden? Ja, diese Frage haben wir uns nach dem Verlust des letzten Tieres auch gestellt. Liegt es an unserer Wohnlage? Liegt es am Futter? Oder vielleicht doch an den drei Minimonstern, die jegeliches Getier (bis auf eben genannte Spinnen, Schnaken und Nacktschnecken) mit ihrer kindlichen Liebe erdrücken? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es ein Zeichen. Wir sollen einfach keine Tiere bei uns aufnehmen, denn egal was wir adoptieren, es ist nach einiger Zeit nicht mehr da.

Nehmen wir mal unser erstes Tier: Moritz, der Kater. Er war kinderlieb, sehr häuslich und zwischendurch ein echter Feinschmecker (man hat ihn beim Sprung in den Kühlschrank erwischt...). Leider machte er sich nach nur drei Monaten in unserer Obhut, aus dem Staub.

Dann kam Katze Nummer zwei: Luis, unser Liebling. Er war noch kinderlieber, noch häuslicher und wenig wählerisch, was seine Mahlzeiten anbetraf. Leider suchte auch er nach drei Monaten das Weite.

ES KOMMT KEIN TIER MEHR INS HAUS, polterte der Göttergatte, als Katze Nummer zwei für tränenüberströmte Minimonster-Gesichter sorgte. Und dann kamen die Wachteln.

Seht ihr da in der Ecke das winzige Ei liegen?


Unser Opa hat ihnen ein herrliches Heim gebaut, ich habe das beste Legehennenfutter besorgt und die Große überprüfte alle dreißig Minuten, ob frisches Wasser vonnöten wäre. Alle vier Hühnchen hatten einen Namen und wir haben extra betont, dass sie nicht gegessen werden sollten. Half aber alles nichts. Kaum war das Wachtelhäuschen von den Minimonstern für fünf Minuten aus den Augen gelassen, startete "Susi" ihren verzweifelten Flug in die Freiheit. Und er glückte.

Das mit dem Wachtelhühnchen war ein Unfall. Ein Heulen und Kreischen ging durch den Garten. Drei Minimonster und der Göttergatte, versuchten die flüchtende Wachteldame einzufangen. Diese aber flutschte durch das Loch im Gartenzaun unseres Nachbarn. Und dann ward sie nicht mehr gesehen. Es half nichts, sie versteckte sich im Giersch-Dschungel vor neugierigen Blicken. Nur die Montags-Katze konnte "Susi" aufspüren. Leider hat sie sie dannach auch verspeist. Das verriet uns, ein auf dem akuraten Rasen des Nachbarn ausgebreiteter Federteppich.

Liebe Tierschützer und der ganze Rest: Es tut mir wirklich leid. Erstens, weil wir es nicht auf die Reihe bekommen, ein oder mehrere Haustiere großzuziehen und zweitens, weil es nicht das Hähnchen sondern eins der Legehennen erwischt hat.

Habt Nachsicht mit uns. Ansonsten sind wir eine sehr friedliebende Familie und wirklich gastfreundlich. Bisher ist noch jeder Gast wieder in seinen eigenen vier Wänden angekommen. Lebend. Ehrlich.


Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria

Donnerstag, 16. Mai 2013

Kichererbsen: Die Kinderarzt-App

Dank pollenverschmutzer Frühlingsluft, habe ich mich mit dem Mittel-Minimonster zum Kinderarzt begeben, um seine Jahresration an Augentropfen und sonstigem Allergiker-Krempel zu ordern. Im Normalfall rufe ich kurz vorher an und bestelle mir ein Rezept, ohne dass mein Kind und ich auch nur in die Nähe des Wartezimmers kommen. Diesmal ging es leider nicht, darum saßen mein Minimonster und ich an einem Freitag morgen in einem überfüllten Wartezimmer zusammen mit mehreren ansteckenden Bazillenschleudern...



Hinter uns kam das Wartezimmer in Bewegung. Ein fröhlich glucksendes Kleinkind verwandelte sich innerhalb weniger Minuten zu einer schreienden Furie, als Mama ihm die Jacke ausziehen wollte. Unerwartet warf sich der Dreikäsehoch mit hochrotem Kopf auf den PVC-Belag und strampelte sich die Lauflernschuhe von den Füßen. Geballte Fäuste schlugen abwechselnd auf den Boden, während die zorntriefende Stimme gegen die Ungerechtigkeit anschimpfte. Als er die Stirn seines weißblonden Kleinkind-Kopfs als Rammbock benutzte, um seinen Unmut in der Allgemeinarztpraxis von Doktor Irgendwas unter uns kundzutun, schritt nun endlich auch die Mutter ein. Mit einem Trick.

Sie zückte ihr Smartphone. Der Kleine schielte nach oben. Sie begann zu tippen und zu schieben. Der Kleine guckte immer noch. Dann ertönten die ersten Zeilen aus einem Lied des Disney-Klassikers "König der Löwen". Blitzartig rappelte sich der kleine Schreihals vom Boden hoch und krabbelte zu Mama auf den Sitz. Zu "Hakuna matata" ließ sich der Knirps endlich auch aus seiner Jacke pellen.




Gesegnet sei der Erfinder des Smartphones. Gelobt seien die Macher von Apps & Co. Zu meiner Zeit gab es noch Kinderspielzeug und Bücher beim Kinderarzt. Heute sind diese vorsinnflutlichen Gegenstände aus fast jeder Arztpraxis verschwunden. Man braucht nur ein Smartphone und alle sind glücklich. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Kurzen beim Kinderarzt irgendwelche Krankheiten geholt haben, weil sie mit dem gleichen Spielzeug, wie das wegen Grippe im Wartezimmer sitzende Kind gespielt haben. Vorbei sind die Zeiten, wo Kinderbücher beim Arzt Abnutzungsspuren aufwiesen und regelmäßig ersetzt werden mussten.

Es lebe der Fortschritt!!! 
Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria


Montag, 13. Mai 2013

Schnapp-Wort Woche #19: L wie Lurch

Nachdem ich in den letzten Schnappwortwochen etwas nachlässig war, steige ich in Woche 19 wieder ein. Wer nachlesen mag, was in Woche 18 bei Sunny so los war, kann dies gern HIER tun. Nun also zu meinem Schnapp-Wort:

L wie Lurch
Der Lurch - stammesgeschichtlich eins der ältesten klassifizierten Landwirbeltiere, auch als Amphibie betitelt. Meist nachtaktiv, um sich vor Fressfeinden und den bösen wasserentziehenden Sonnenstrahlen zu schützen.
Die Tiere haben einen flachen Schädel und einen oft reduzierten Knochenbau; so fehlen den meisten – insbesondere den höheren Froschlurchen – beispielsweise echte Rippen. (Quelle: Wikipedia)
Den Begriff "Lurch" konnte ich mir aus meiner Schulzeit eher in Erinnerung rufen, als den, der "Amphibie". Auch, weil er zu meiner Zeit noch als Schimpfwort genutzt wurde. Ein Lurch, das war jemand ohne Rückgrat. Jemand, mit dem man machen konnte, was man wollte, der sich nur mäßig gewährt und somit selbst zum "Opfer" ernannt hatte. Heute wissen die Chrasher und Häuptlinge nicht einmal, dass es Lurche nicht bei Magges im Happy Meal gibt! Für sie reicht ne Krawallbrause, um einem Gesichtelfmeter zu dizzen...


Im folgenden Lied, habe ich den "Lurch" allerdings noch entdeckt:

Mittwoch, 17. April 2013

Kichererbsen: Julius-Alexander, der Schlägertyp


Der Göttergatte ist ja Pädagoge. Und der sagt immer: Wenn ich den Namen eines Kindes höre, weiß ich welche Schulform es besucht!


Dann bin ich mal gespannt, was er zu Julius-Alexander sagt. Diesen Jungen habe ich gestern während des Handballtrainings der Minimonster kennengelernt. Julius ist ein ganz normaler Junge, dachte ich, als wir uns in der Umkleidekabine begegneten. Während meine Monster meuterten, weil sie sich selbstständig aus- und umziehen sollten, übernahm Julius' Mutter diese Aufgabe wie selbstverständlich. 

Jack-Wolfskin-Jacken-Träger Julius - der Größe nach zu urteilen, würde ich ihn auf sieben Jahre schätzen - saß kleinlaut in der Kabine und ließ sich von Mama die Schuhe zu binden. Sein blonder Haarschopf erinnerte mich an "Michl aus Lönneberga", seine Adidas-Shorts eher an einen gut situierten Mittelstands-Sohnemann mit guten Manieren und prall gefülltem Freizeitprogramm.

Nachdem Mama ihm mit Spucke und einem echten "Tempo" die zarten Gesichtshaut reinigte, verabschiedete sie sich mit einem lauten Schmatzer. Umgehend verschwanden die vorher zur Schau getragenen Manieren und Julius mutierte mit einem frechen Grinsen zu dem Jungen, den ich in seinem Haarschopf von Anfang an vermutet hatte. Meine Jungs waren derweil fertig mit meutern und hatten sich in ihre Null-Acht-Fünfzehn-Turnklamotten geworfen. Bei einem schaute das Unterhemd hervor und der andere hatte seine Schuhe verkehrtherum an - aber, sie hatten es allein vollbracht. Nicht so Julius. Leicht stolz betrachtete ich meinen Nachwuchs. Nicht besonders schick, aber selbstständig!

Aber Julius konnte noch mehr ...nicht: Zuhören, still den Anweisungen folgen und den Erwachsenen Trainern mit dem nötigen Respekt begegnen. Julius schlug einem Kind den Ball aus der Hand, verwickelte ein anderes in einen Boxkampf und war dabei ständig in Bewegung. Den Ermahnungen des Trainers zum Trotz, tat er es wieder und wieder und wieder. Weshalb er wohl die meiste Zeit des Handball-Trainings ohne Ball am Spielfeldrand saß... Julius - dieser Name verfolgte mich noch den halben Abend lang. Was ständig wiederholt wird, prägt man sich eben schneller ein. Nur bei Julius nicht.

Kaum wurde er jedoch von Mercedes-C-Klasse-Mama am Ende der Stunde abgeholt, verschwand das ADS-Hörnchen hinter seiner stillen Fassade. Gefügig ließ er sich die Schuhe aufbinden, ließ sich aus seinen Sportklamotten in seine Jack-Wolfskin-Jacke stecken und trottete geistesabwesend hinter Mama her. 

Was sagt uns das???

Einen schönen Mittwoch wünscht

eure Chaos-Mama Sandra-Maria




Dienstag, 16. April 2013

Schnapp-Wort Woche #15: K wie Kaffee

Da verliere ich nicht viele Worte: Woche 15 beginnt mit einem leckeren, dampfenden, köstlich duftenden und alle Sinne belebenden Kaffee...







Montag, 15. April 2013

Leben ist Lyrik! Autorenseite von Jürgen Kohl: Kindersind die ZukunftKinder, sagt man, sind dieZ...

Das passt doch hervorragend im meine Kinderküche: Ein tolles Gedicht des Lyrikers und Autors Jürgen Kohl! Kinder sind die Zukunft - was meint IHR?

Leben ist Lyrik! Autorenseite von Jürgen Kohl: Kindersind die Zukunft
Kinder, sagt man, sind dieZ...
: Kinder sind die Zukunft Kinder, sagt man, sind die Zukunft, ein Kinderlachen wärmt die Herzen. Doch immer wieder fehlt das L...

Schreibt mir eure Meinung