Montag, 3. Dezember 2012

L wie Lala & Ping - ein Malbuch als Geschenkidee für Weihnachten

Es waren einmal...

... zwei niedliche kleine Gesellen, Lala und Ping, die machten sich auf eine große Reise zu den unterschiedlichsten Tieren auf der ganzen Welt. Von A wie Ameise Annika bis Z wie Zebra Zottel. Als meine Tochter, eine Zweitklässlerin, dieses Malbuch zwischen die Finger bekam, entfuhr ihr ein bewunderndes "Oh, wie süß!" Und ich kann ihr nur zustimmen.

Die Illustrationen im Heft hat Heike Georgi gemalt. Mit Lala und Ping sind ihr zwei wirklich niedliche, sympathische Figuren gelungen, die den Kindern Freude beim Ausmalen bereiten.

Das etwas andere Malbuch von der gelernten Heilerzieherin Jacky Wodrich ist in Fibelschrift oder Schreibschrift gehalten und ist auf die Bedürfnisse von Vorschorschulkindern und Schulanfängern abgestimmt.



"Mit Tieren, Reimen und Zahlen - lesen, schreiben und malen"

Auf 40 Seiten im DIN A4-Format werden den Kindern die Tiere der Welt liebevoll vorstellt - und das in Reimform. Die Idee ist wunderbar. Denn durch Reime bleiben den Kindern die gelesenen Worte und Informationen besser im Kopf.

Leider sind die Reime teilweise sehr lang. Auch die Metik stimmt in vielen Fällen nicht, was ein selber Lesen für Schulanfänger schwierig macht. Schade ist auch, dass die gereimten Worte oft erzwungen klingen und manchmal aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Ein Beispiel (was für mich in kein Kinderbuch gehört!):

(S. 6)
Aus den Eiern sind Küken geworden, Ella muss sich nun schnell Hilfe besorgen.
Der Ente wird schon langsam schlecht. Da kommen Lala und Ping gerade recht.

Dieser Reim ist wenig durchdacht. Was wird den kleinen Leseanfängern damit suggeriert? Das Lektorat hat bei der Überarbeitung des Manuskripts völlig versagt.

Schreiben lernen mit Lala und Ping

Gut gefällt mir, dass den Kindern in einem extra dafür vorgesehenen Textfeld die Buchstaben schreiben können. Dafür wurden die Buchstaben am Anfang der Geschichte jeweils fett gedruckt. Mir hätte dieser Teil noch besser gefallen, wenn auch die kleinen Buchstaben, welche die Kinder im unteren Teil schreiben sollen, fett gedruckt worden wären. Die Idee mit dem Unterstreichen der Wörter gefällt mir wirklich gut.

Im Zahlenland

Hier werden den Vorschulkindern die Zahlen bis zehn näher gebracht. In den liebevoll gestalteten Bildern finden sich die gesuchten Zahlen wieder und im Textfeld können die Zahlen dann auch geschrieben werden.


Mein Fazit:

Ein wunderschönes Malbuch für Vorschulkinder und Schulanfänger. Die sympathischen Figuren täuschen über die schlechten Reime hinweg.


Das etwas andere Malbuch ist im Traumstunden-Verlag Essen erschienen und kostet 6,99€ (Versandkostenfrei innerhalb von Deutschland). Bestellungen können direkt über die Homepage der Autorin, ihrer FB-Fanpage oder auf Amazon abgegeben werden.






Kommentare:

  1. Die Reime sind ja auch zum Vorlesen und nicht zum selber lesen gedacht. Wenn Kinder noch einzelne Buchstaben aus einem Text heraussuchen sollen und schreiben üben, dann können sie noch keine Reime lesen.

    Meine Kinder finden die Reime herrlich. In jedem Kinderbuch gibt es ein Negativbeispiel. Wenn Sie ein wirklich schlechtes Beispiel sehen wollen dann:

    "DER OFEN IST OFFEN
    OFFEN IST DER OFEN."

    Dieses Beispiel stammt aus einem Buch zum Allerersten Lesen ist in GROSSBUCHSTABEN. Leseanfänger können damit wirklich nicht lesen lernen. Die lesen nämlich noch so:

    DER OFEN IST OFEN.
    OFEN IST DER OFEN.

    Und so ein sinnloser Satz kommt in dem Malbuch wirklich nicht vor.

    Conny

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    1. Liebe Conny,

      ich habe mich mit dem Thema Vorschule und Schulanfang zwecks meines eigenen Einschulungsratgebers sehr intensiv beschäftigt, habe außerdem ein Vorschulkind und eine Zweitklässlerin zu Hause.

      Dieses Malbuch ist bei meinen Kindern gut angekommen, keine Frage. Es ist wundcherschön gestaltet. Allerdings gibt es dieses Malbuch auch in Schreibschrift (welche in vielen Schulen gar nicht mehr und in wenigen erst ab der 2. oder 3. Klasse gelehrt wird). Somit ist das Malbuch in Schreibschrift wohl für Schulanfänger gedacht, weil Vorschulkinder mit Schreibschrift nun wirklich nichts anfangen können. Und Schulanfänger sollten selber lesen können. (Bitte korrigieren Sie mich, falls ich falsch liege).

      Davon ab, wollte ich der Autorin mit meiner Rezension nicht schaden. Im Gegenteil. Das Buch hat sehr viel Potential. Für meinen Geschmack (und nichts anderes drückt eine Rezension aus) sind die Reime korrekturbedürftig. Ich habe sie meinen Kindern vorgelesen und hatte einige Schwierigkeiten dabei.

      Außerdem sollte sich ein Autor nicht an den schlechteren Büchern messen, sondern den Anspruch haben, besser werden zu wollen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Sandra-Maria Erdmann


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