Montag, 24. September 2012

G wie bundesweite Woche der MütterGesundheit

Ab dem 24. September startet die jährliche bundesweite Woche zur Müttergesundheit. Laut Studien des Müttergenesungswerkes sind mehr als 2,1 Millionen Mütter kurbedürftig.
Bereits ab dem 1. September läuft in den unterschiedlichen Beratungsstellen des Müttergenesungswerks, der AWO und Caritas ein Programm zu Informations- und Beratungsoffensive. 

Mütter (und natürlich auch Väter), die gesundheitlich angeschlagen auf dem Zahnfleisch gehen, können sich jetzt Rat einholen. Hier können Sie sich vor Ort nicht nur über verschiedene Einrichtungen informieren, sondern bekommen auch Hilfestellung beim Ausfüllen Ihrer Anträge.



Zum Ende des Jahres 2012 wird mein neuer Ratgeber "Herr Docktor, ich brauche eine Kur" erscheinen. Passend zum Thema gebe ich Ihnen darin wertvolle Tipps und Ratschläge, wie eine Kur zu beantragen ist und wie Sie Selbige dann auch unbeschwert genießen können.

Kurze Leseprobe aus dem Buch:

Aus dem Tagebuch einer gestressten Mutter: Tag 1

Wie ein wild gewordenes Kaninchen, laufe ich hektisch durch die Wohnung. Nur noch 15 Minuten bis zum Countdown. Aber es gibt noch so viel zu tun. Ich habe es wieder einmal nicht geschafft den Frühstückstisch abzuräumen. Schokoladenverschmierte Messer liegen dort neben verkrümelten Tischunterlagen. Den Käse habe ich heute morgen schon in den Kühlschrank gelegt, aber als ich zu den Tellern greifen wollte, klingelte es an der Tür. Die Post - wer auch sonst, kommt zu so früher Stunde bei uns vorbei?

Die Tür ging auf und ein freundlicher Herr von der Unfallhilfe stand mit einem Stapel Papier in seiner grell leuchtend orangen Jacke vor meiner Tür. Mein Entsetzen kann ihm nicht entgangen sein, nichtsdestotrotz begann er seinen auswendig gelernten Text herunter zu leiern. Für Proteste und Einwände meinerseits blieb in den kurzen Pausen, die er zum Luftholen brauchte, nicht viel Zeit. Um ihm einfach die Tür vor der Nase zuzuschlagen, bin ich zu gut erzogen. So blieb mir nichts anderes übrig, als freundlich zu nicken und zwischendurch betrübt den Kopf zu schütteln und darauf zu hoffen, dass er seinen Monolog bald beendete.

Er hatte den Fuß in der Tür und den Stift schon zur Unterschrift bereit, als ich aus dem Nebenzimmer ein vertrautes Geräusch von splitterndem Geschirr und Kleinkindgeschrei hörte. Das war die Aufforderung meines Sohnes, dem freundlichen Samariter doch endlich in die Schranken zu weisen!

Warum nur habe ich den Tisch noch nicht abgeräumt? Aber der ist nun erst einmal egal, denn es wartete ein in Kaffee getränktes Kind jammernd auf frische, trockene und nach Ariel-Sensitiv duftende Sachen. Außerdem schrie mein Fußboden nach dem Schrubber und nach Mr. P. - Der macht alles wieder rein!

Ein kurzer Blick zur Uhr mahnte mich zur Eile, denn in Kürze würden hier zwei lärmende Kindergartenkinder ankommen, die essen, spielen und basteln wollen. Und das am besten GLEICHZEITIG. Gut, also schnell ins Bad und den kleinen Schreihals frisch gemacht.
Bis die nassen Sachen endlich ausgezogen sind, klingelt es schon wieder. Diesmal war es das Telefon. "Nein, ich möchte keinen Wein kaufen!" höre ich meine Stimme sagen. "Sparen sie sich ihre Mühe, ich brauche NICHTS. Nein, auch keine Supersonderangebote! Wiiieeederhööören!!!" Ich hatte den Hörer gerade aufgelegt, als es erneut klingelte. Ein Blick aufs Display verriet mir, es war meine Mutter!

"Ach, du, ja eigentlich habe ich keine Zeit... Wie? Mit wem ich so lange quatsche? Ich bin voll im Stress. Nimm doch selber deine Pillen, ich bin nicht überfordert..." Aufgelegt!
Es ist doch immer das Gleiche. Kaum erwischt sie mich in einer hektischen Situation, bin ich ihrer Meinung nach total überfordert. Ich bin nicht überfordert! Mein Vormittag ist einfach nur zu kurz!!!

Wo war ich? Ah, der Kleine sitzt ja immer noch nackig im Bad und wartet auf seine frischen Sachen. (Stöhn) Die habe ich jetzt im Kinderzimmer liegen lassen, weil mich der Anruf meiner Mutter total abgelenkt hat. Als ich das Badezimmer betrete, lachen mich zwei verschmitzte Augen an. Den Rest kann ich nicht mehr erkennen, weil dieser unter einer dicken Schicht Wundschutzcreme verschwunden ist...
Vielleicht sollte ich diesen Tag noch einmal beginnen?! Nein, zu spät. Gerade kommt meine Rasselbande vorgefahren. Der Wahnsinn geht in die nächste Runde.


Von den Beschwerden zur Kur

Haben Sie sich erkannt? In der Hektik des Alltags, neben Windeln wechseln, Essen kochen und Berge von Wäsche sortieren, kommt eins meistens zu kurz: Die eigene Gesundheit. Immer bereit für andere, stets auf dem Sprung oder hin und her gerissen zwischen Familie und Beruf, leiden viele Frauen unter körperlichen Beschwerden. Der Gang zum Arzt wird in der Regel nach hinten verschoben, denn die kindlichen Arzttermine füllen den Kalender schon von allein. Gegen die dröhnenden Kopfschmerzen am Morgen wird eben schnell eine Tablette eingeworfen und mit der täglichen Ration Kaffee hinunter gespült. Die Rückenschmerzen werden ignoriert, die andauernde Überempfindlichkeit auf die durchwachten Nächte geschoben.
Mütter und Väter sind zunehmend dem Stress von Familie, Beruf oder durch die Pflege von hilfsbedürftigen Angehörigen ausgesetzt. In einem Haushalt mit kleinen Kindern geht es häufig drunter und drüber. Erziehung ist erwiesenermaßen kein Kinderspiel, sondern fordert tagtäglich einen enormen Aufwand an Kraft und Nerven. Die Folgen sind körperliche und seelische Beschwerden. Geht es Mama und Papa nicht gut, werden auch die Kinder dadurch krank.
Nur wer seine eigenen Ressourcen regelmäßig wieder auffüllt, wird dauerhaft dem Stress gewachsen sein. Der Antrag auf eine Mutter-Kind/Vater-Kind-Kur kann Ihnen helfen, dem Alltag gestärkt entgegen zu treten, neue Kräfte zu mobilisieren sowie durch hilfreiche Anregungen sensibel auf Ihren Körper zu hören.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen Erkrankungen des Bewegungsapparats, psychosomatische Beschwerden sowie Atemwegserkrankungen und Adipositas. Nachfolgend habe ich eine kleine Liste erarbeitet, welche die häufigsten Leiden auf einem Blick präsentiert (Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!):

Erkrankung des Bewegungsapparates:
Muskel-Skelett-Erkrankungen, Verspannungen im Nackenbereich
orthopädische Erkrankungen, Rückenschmerzen, Ischias
Arthrose
Rheuma

Haut- und Atemwegserkrankungen:
Asthma
Infektanfälligkeit
Lungenentzündung
Nahrungsmittelunverträglichkeit
Neurodermitis

(Psycho-)somatische Erkrankungen:
Migräne / Kopfschmerzen
Magen-Darm Erkrankungen, Erbrechen, Durchfall
Menstruelle Störungen
Hauterkrankungen/ Juckreiz

Psychovegetative Erkrankungen:
Depressive Verstimmung / Erschöpfung/ Burn out-Syndrom
Angststörungen
Schlafstörung


Ernährungsbedingte Störungen:
Essstörungen (Anorexie, Bulimie)
Adipositas
Diabetes

Stoffwechselerkrankungen

Gynäkologische Erkrankungen

Erkrankungen des Herz-/Kreislauf System
Bluthochdruck (Hypertonie)
Thrombose
Krampfadern

Beschwerden bei Kindern:
Einnässen (Enuresis)
Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten
Entwicklungsverzögerung/-störung im Kindesalter
ADS/ ADHS
körperliche und/ oder geistige Behinderungen

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