Sonntag, 15. Januar 2012

E wie Einschalten erlaubt

Unser Mittelkind hatte Geburtstag und wünschte sich einen Nintendo 3ds mit Mario Kart 7 - bekommen hat er eine riesige Kiste voller Legosteine. Die Enttäuschung hielt sich in aushaltbaren Grenzen. Denn seit dem letzten Jahr sind wir nämlich auch zur Nintendo-Familie mutiert. Wir haben SIE alle und unser fünfjähriges Mittelkind ist der ungeschlagene Gold-Pokal-Gewinner im MarioKart64. Die alte Mühle funktioniert noch einwandfrei und weckt bei der älteren Generation gewisse nostalgische Gefühle. Allerdings sieht die ältere Generation im Spiel gegen das Junggemüse ALT aus (im wahrsten Sinne des Wortes!) Der Kurze zieht uns alle ab!!! Darum mussten wir seine Konsolen-Erfolgsgeschichte etwas eindämmen und haben ihm etwas pädagogisch Sinnvolles geschenkt.


Legosteine sind großartig! Außerdem regen sie die Fantasie an - bei Groß und Klein. Meine etwas abgestumpfte Erwachsenen-Fantasie wurde durch die bunten Bausteine wieder ganz langsam in Gang gesetzt. Hier heißt es den Kopf einschalten und Geschichten selber erfinden, statt sich den bunten Bildern auf dem Fersehschirm hinzugeben.

Und tatsächlich ging die Rechnung auf. Sie haben alles zusammen angefangen zu bauen. Erst ein einfaches kleines Haus, woraus kurzerhand ein Gefängnis für den Zombie und die Mumie wurde und danach eine Bühne für die Lego-Rocker. Das Gefängnis wurde schnell zum Merchandising-Verkaufsstand, wo der Kleinste statt nem Eis ein T-Shirt kaufte und die Rocker auf der Bühne schmetterten "Schatzi, schenk mir ein Foto!". Die Fans fielen Reiheweise um und wurden von der Feuerwehr in einer selbstgebauten Schubkarre auf eine einsame Insel bebracht, wo der Hai als Krankenschwester arbeitete.

Ich bin garantiert nicht gegen eine gesunde Medienerziehung, aber zwischendurch den Kopf einschalten ist durchaus erlaubt.

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