Mittwoch, 11. Januar 2012

D wie Durcheinander in Dortmund

Mein eigentliches Wort musste ich aufgrund aktueller Ereignisse mal ein bisschen zurück setzen, denn wir waren Samstag im Ikea Dortmund. Jeder eingefleischte Ikea-Liebhaber weiß, dass es Samstags immer besonders voll ist, die Warteschlangen an den Kassen ins Unendliche wachsen und im Restaurant ein Sitzplatz nur mit der nötigen Ellenbogen-Taktik zu ergattern ist. Nichtsdestotrotz waren wir wagemutig und stürzten uns ins Getümmel. Den letzten Parkplatz im Parkhaus erwischend, flanierten wir fröhlich pfeifend in unser Möbelhaus des Vertrauens. Und noch lachten wir über die Autoschlange, die versuchte aus dem übervollen Parkhaus heraus zu kommen.

Innen war es nicht besser - eng und stickig, die Gänge vollgestopft mit Menschen, quäkenden Kindern und Erstsemester, die auf den Matratzen Probe lagen...
Anderthalb Stunden später waren wir fertig - im wahrsten Sinne des Wortes und traten den Rückzug an. Natürlich nicht ohne vorher am Schwedenshop vorbeizuschauen. Die Schlange dort war erträglich! Und zwischendrin ertönte eine etwas verwirrte Stimme aus dem Ikea-Lautsprecher: "Die kleine Shakira wird vermisst. Sie trägt ein rosa Diadem und kann im Smaland abgegeben werden." (Die kleine Shakira wurde wahrscheinlich von der kleinen Beonce und dem kleinen Dieter geärgert und ist ausgebüchst...)
Das mit dem Schweden-Burger ist echt ne tolle Sache. Ganz einfaches System - Brötchen mit Wurst... naja... ah, der Lautsprecher ging wieder an: "Ein kleines Mädchen wurde gefunden, das sucht seine Mama. Es hat einen rosa Pulli und eine lila Weste, dazu ein rosa Diadem." Ein Aufatmen unter den Schweden-Shop-Gästen - die kleine Shakira war wieder da. Dann konnten wir ja wieder gehen...

Also, wir hätten gekonnt, wenn nicht das gesamte Parkhaus der A40 zur Hauptverkehrszeit geglichen hätte. Autos, überall standen Autos, jede Reihe war vollgestopft mit wartenden Verkehrsmitteln und aufgeregte Möbelhausbesucher gestikulierten wild umher. Es kam auch keiner mehr rein, und die die schon fast drinnen waren, kamen nicht weiter... Es war ein irres Durcheinander... Nun ja, wir hatten Zeit und konnten warten! Erst mal einen Kaffee trinken gehen, den gibts immerhin mit Ikea-Kundenkarte umsonst. Kaum hatten wir den Fuß wieder im Haus tönte auch schon wieder der Lautsprecher: "Die kleine Shakira möchte jetzt endlich bei den Küchen abgeholt werden." Arme Shakira, dachte ich nur, dich will keiner haben.
Mittlerweile regelte die Polizei den Verkehr auf dem Ikea-Parkplatz, die aufgebrachte Menge lernte, wie ein braver Autofahrer einfädelt und nach einer knappen Stunde und drei kostenlosen Kaffees konnten auch wir endlich die Rückfahrt antreten. Was für ein Durcheinander. Ich hoffe nur, die Eltern haben ihre Shakira noch abgeholt...

Kommentare:

  1. Hoffentlich muss Shakira jetzt nicht in den Küchenschränken wohnen und jeden Tag Schwedenburger essen...
    Danke für dieses frische Ikea-Erlebnis mit Wiedererkennungswert!

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