Donnerstag, 30. Dezember 2010

Weihnachten – Besinnlich und Beschaulich. Keineswegs!

Weihnachten. Herbeigesehnt und doch gefürchtet. Nun war es da, auch in diesem Jahr wieder unerwartet und schneller als gedacht. Und doch, hatte es in diesem Jahr einen etwas anderen Beigeschmack als sonst.

Wir haben uns dem inneren Kind ergeben und es mal so richtig krachen lassen: Zuerst gab es Schminktipps und aufopfernde Hilfe unserer Großen bei Stylingfragen, dazu dann Hasenbraten batteriebetrieben. Modebewusst und perfekt gestylt konnten wir mit dem Jüngsten in Wohnzimmianien Aufbauhilfe der dortigen Eisenbahnanlage leisten. Diese wurde nämlich regelmäßig von Playmobil-Piraten angegriffen. So lieferte sich die Besatzung der Duplo-Eisenbahn ein aufregendes Seegefecht auf dem Wohnzimmerteppich mit dem nagelneuen Piratenschiff. Der Kapitän wollte ursprünglich in die Badewanne mit dem Schiff, denn für Überlandfahrten war so eine Flotte doch gar nicht geeignet. Allerdings hatte sein Kreuzer Rollen unterm Bug, was anfangs für Aufregung und Beinahe-Tränen sorgte.

Der darauffolgende Schlittenrennwettbewerb auf der Hundewiese hat die Kinder mürbe gemacht. Wir nennen diesen Hügel eigentlich nur Hundewiese, weil sich hier ab und zu ein Hund-Halter-Gespann verläuft. In der Regel grasen hier gemächlich die Schafe von Bauer Gurke, weshalb der Berg eher Schafsberg oder Köttelwiese genannt werden sollte. Aber jetzt unter einem halben Meter Schnee sind auch die Schafsköttel völlig uninteressant, jetzt zählt nur der Berg, wie schnell der Schlitten abflitzt und wer das Ding dann wieder hoch zieht...


Zum Glück ging dann endlich um 19:30 Uhr das Licht aus. Aufatmen bei den Eltern. Denn die frische Luft, andauernde Seegefechte und das quieken des Batteriehasen haben ihre Spuren hinterlassen. Gähnende Müdigkeit macht sich auf der Couch breit.


Was läuft gleich im Weihnachtsprogramm? „Stirb langsam Teil 3“. Na, wenn es denn sein muss und sonst nichts Anderes läuft... Dann zum 10. Mal Bruce in Action... Moment, ging da nicht eben eine Tür? Ich glaub, da kommt Einer. Doch, ich hab die Tür gehört... Da steht der Till im Schlafanzug. Der schlafwandelt doch nicht... Bist du wach? „Ja! Was kommt im Fernsehen?“ Beide Elternteile gucken sich verdutzt an. Ähm, das ist jetzt aber ein Traum, oder? Von wegen, Traum! Der Kerl hat sich hellwach aufs Sofa gesetzt, Papas Schokoriegel verspeist und bekam in regelmäßigen Abständen, wenn es gar zu blutig wurde, die Augen zugehalten. Zumindest haben wir für unser Mittelkind schon eine Geschenkidee fürs nächste Weihnachtsfest: Die DVD-Box mit allen 4 Stirb-Langsam-Teilen.

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