Freitag, 12. November 2010

Anleitung zum Zeit sinnlos verplempern

Angenommen, Sie haben an einem Freitag Nachmittag zwei Stunden kinderfrei, um eventuell wichtige Dinge zu erledigen, die in der Regel mit Kindern beschwerlicher und nervenaufreibender wären oder (zwecks Geburtstagsgeschenke besorgen) mit dem entsprechenden Geburtstagskind gar nicht möglich sind.

Dann planen Sie großzügig, denn die Regel wird außer Kraft gesetzt, sobald etwas Ungeheuerliches passiert. So kann es passieren, dass sie einfach ne Stunde sinnlos im Auto herumsitzen, die Charts im Radio rauf und runter hören, während auf der Kreuzung plötzlich ein rosafarbenes Flusspferd Tango tanzt und den ganzen Verkehr aufhält. Vielleicht ist aber auch die Straße gesperrt, weil die Feuerwehr lichterloh brennt und die Marshmallow-grillenden Gaffer diese nicht freigeben. Oder irgendeiner hat im Supermarkt den Alarmknopf gedrückt, wodurch alle Fenster und Türen mit Stahlgittern verriegelt werden und die Kunden im Inneren auf ihre Rettung warten müssen, bis der Chef mit dem Schlüssel von seinem Mallorca-Urlaub heimkehrt.

Oder Sie verplempern ihre Zeit einfach nur so, mit ganz banalen Nichtigkeiten: Etwa mit einer nicht lesbaren EC-Karte, die mir mitten im Freitag-Nachmittag-Chaos im REAl den Stinkefinger zeigt und nicht funktionieren will. Dabei war sie am Vormittag beim Tanken noch guter Dinge. Vielleicht musste sie sich einfach nur vom 1,50€ je Liter Benzin-Preis-Schock erholen...
Pech für mich, die ich leider unverrichteter Dinge aus dem Laden gehen musste. EINE STUNDE umsonst verbracht. Eine Stunde kostbare Zeit verschenkt, für so eine dusselige EC-Karte in der Trotzphase! Was hätte ich in dieser einen, wunderschönen Stunde alles machen können?!

Dabei habe ich schon genug Ärger mit meiner 6-jährigen vorpubertären Tochter und meinen beiden trotzfrechen Jungs, da brauche ich zu allem Überfluss nicht noch eine rebelierende Geldkarte!

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