Sonntag, 28. November 2010

Zu schnell unterwegs

Punkte sammelen ist zu meiner großen Leidenschaft geworden. Ich nehme sie alle, egal ob Payback, Happy Digets, die Treuepunkte von ARAL, Shell, BFT oder OIL!, ganz gleich ob die Punkte auf der Kundenkarte bei Hellweg, Hagebau oder auf der Familie-Card von IKEA gutgeschrieben werden. Punkte sammeln ist super!

Das dachte sich mein Unterbewusstsein sicherlich auch, als es die verschiedenen Baustelle-Zeichen auf der Autobahn ignorierte und diese Nachricht nicht mit Nachdruck an mein Gehirn weiter leitete. Jeder kennt doch diese Hinweis-Schilder auf der Autobahn: Achtung Baustelle! Und dann geht es von UNBEGRENZTEM FAHRSPAß runter auf 1oo km/h, dann auf 80 km/h und bei uns in NRW geht es dann noch hinunter bis 60 km/h.

Gut dass sie mich in Hessen erwischt haben, als ich mit 115 km/h in die Tagesbaustelle geflogen bin, denn jetzt habe ich "nur" 35 zu viel und bei meinem Glück die Fleppen weg... Aber die Punkte, die kann ich behalten...

Freitag, 12. November 2010

Anleitung zum Zeit sinnlos verplempern

Angenommen, Sie haben an einem Freitag Nachmittag zwei Stunden kinderfrei, um eventuell wichtige Dinge zu erledigen, die in der Regel mit Kindern beschwerlicher und nervenaufreibender wären oder (zwecks Geburtstagsgeschenke besorgen) mit dem entsprechenden Geburtstagskind gar nicht möglich sind.

Dann planen Sie großzügig, denn die Regel wird außer Kraft gesetzt, sobald etwas Ungeheuerliches passiert. So kann es passieren, dass sie einfach ne Stunde sinnlos im Auto herumsitzen, die Charts im Radio rauf und runter hören, während auf der Kreuzung plötzlich ein rosafarbenes Flusspferd Tango tanzt und den ganzen Verkehr aufhält. Vielleicht ist aber auch die Straße gesperrt, weil die Feuerwehr lichterloh brennt und die Marshmallow-grillenden Gaffer diese nicht freigeben. Oder irgendeiner hat im Supermarkt den Alarmknopf gedrückt, wodurch alle Fenster und Türen mit Stahlgittern verriegelt werden und die Kunden im Inneren auf ihre Rettung warten müssen, bis der Chef mit dem Schlüssel von seinem Mallorca-Urlaub heimkehrt.

Oder Sie verplempern ihre Zeit einfach nur so, mit ganz banalen Nichtigkeiten: Etwa mit einer nicht lesbaren EC-Karte, die mir mitten im Freitag-Nachmittag-Chaos im REAl den Stinkefinger zeigt und nicht funktionieren will. Dabei war sie am Vormittag beim Tanken noch guter Dinge. Vielleicht musste sie sich einfach nur vom 1,50€ je Liter Benzin-Preis-Schock erholen...
Pech für mich, die ich leider unverrichteter Dinge aus dem Laden gehen musste. EINE STUNDE umsonst verbracht. Eine Stunde kostbare Zeit verschenkt, für so eine dusselige EC-Karte in der Trotzphase! Was hätte ich in dieser einen, wunderschönen Stunde alles machen können?!

Dabei habe ich schon genug Ärger mit meiner 6-jährigen vorpubertären Tochter und meinen beiden trotzfrechen Jungs, da brauche ich zu allem Überfluss nicht noch eine rebelierende Geldkarte!

St. Martin im Sommer

Warum musste St. Martin den armen Bettler bloß im Winter retten? Gab es im Sommer für den klugen Reitersmann etwa nichts zu tun? Ich habe die Nase voll von verregneten Laternenumzügen! Die in mühsamer Kleinstarbeit geklebten, ausgeschnittenen und bunt verzierten Lampions zermatschen und sorgen für allgemeines Unwohlsein beim Nachwuchs. Außerdem ist nach einem verregneten Martins-Umzug eine fette Erkältung vorprogrammiert.

Nachdem unser St. Martins-Umzug in diesem Jahr erneut buchstäblich ins Wasser gefallen ist, haben wir im Kindergarten-Kollektiv beschlossen St. Martin nächstes Jahr bei sommerlichen Freibadwetter zu feiern. Da die Geschichte dann allerdings nicht mehr passt, habe ich mir die Freiheit herausgenommen und die Geschichte kurzerhand umgestellt. Wer die Martinsgeschichte nicht kennt, kann sich ja noch mal darüber informieren. Sonst gilt ab nächstem Jahr die folgende Story:

1. St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Hitze und Sand,
sein Ross sich schwitzend unter ihm befand.
St. Martin ritt mit frohem Mut
Schnell in den Schatten, das tut gut.

2. In der Sonn' saß, in der Sonn' saß, in der Sonn' da saß ein alter Mann,
schon kraftlos, hing er an der Wand.
„Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der quälende Durst mein Tod.

3. St. Martin, St. Martin, St. Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim braven Mann.
St. Martin mit dem Manne teilt,
sein' Schlauch mit Wasser, unverweilt.

4. Der Mann trank, der Mann trank, der Mann trank schnell mit einem Schluck,
der Martin ganz verdutzt nur guckt.
Und ritt dann weiter aus der Stadt,
ob er wohl selbst genug noch hat?

5. St. Martin, St. Martin, St. Martin füllt den Schlauch schnell auf,
die Reise hört ja hier nicht auf.
Er winkt dem Mann und reitet fort,
ward nimmer g`sehn an diesem Ort.

Schreibt mir eure Meinung