Sonntag, 1. August 2010

Mein neues Hobby: Garten-Unkraut-Kompost

Vor gar nicht all zu langer Zeit hat mir doch eine gute Freundin nahe gelegt, ich solle mir ein neues Hobby zulegen. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie sie zu diesem Schluss gekommen ist, denn ich kann nicht behaupten, dass ich als Mutter von drei Kleinkindern, als Hausfrau, nicht zu vergessen als Sekretärin für meinen Göttergatten und als freiberufliche Autorin, einen Mangel an beruflicher und arbeitsorientierter Entfaltung habe.

Aber, um dich zu beruhigen, liebe Freundin: Ich habe ein neues Hobby. Und das ist etwa 400 qm groß, hat massig viel Rasen drumherum und einen nicht außer Acht zu lassenden Anteil an muskelkaterverursachendem Unkraut. Wettertechnisch haben wir hier im Sauerland eine 50:50 Chance auf Regen, was das unsinnige Kraut im Garten noch ein bisschen besser wachsen lässt. Vereinzelte Wutausbrüche über im Boden tief verankerte, von den vorher teuer bezahlten Gärtnern einfach übersehenen Wurzelstrünke versüßen mir den Nachmittag in sengender Hitze. Auch habe ich mittlerweile die Fähigkeit entwicktelt, das Unkraut beim Wachsen zu beobachten... Das geht echt ab...

Die neuen Spielgefährten unserer Kinder im Garten heißen jetzt auch nicht mehr Jonas, Lara oder Benjamin, sondern Regenwurm, Kellerassel und Ohrenkneifer!!! Sie haben einen Heidenspaß die Dinger aus der Erde zu ziehen, ihnen kleine niedliche Wohnungen einzurichten oder sie im Wassereimer zu ertränken... (Vergesst den letzten Satz... niemals werden bei uns Tiere ertränkt!!!)

Und mein neustes Spielgerät ist ein Komposter! Ja, es lebe die Zeit der Mülltrennung!!! Ich wollte schon immer so ein stinkendes Ding für Bio-Müll im Garten haben. Der erste Grünschnitt landete in der 450 l Tonne und mit ihm eine Reihe obdachloser Regenwürmer, die unsere Kurzen aus dem frisch bepflanzten Blumenbeet zogen. Die Bartnelken und Margariten lagen traurig mit den Wurzeln nach oben im Beet, während verzweifelt um ihr Leben kämpfende Regenwürmer, in der Fachsprache aus Lumbricidae genannt, versuchten schnell das Weite zu suchen. Aber die Kleinen, bewaffnet mit Gießkanne und Kinderschaufel gaben keine Ruhe, bevor auch nicht der letzte Wurm der Kompost-Vereinigung zugeführt wurde. Auf das der Humus wachse... und Mama ihre Ruhe hat, beim Unkraut vernichten!!!

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