Montag, 19. Juli 2010

Das Vermächtnis der alten Dame

Vor gar nicht all zu langer Zeit, in einem Land der tausend Möglichkeiten (solange die Rechnungen immer bezahlt werden) ging ein niedliches kleines Häuschen in unseren Besitz über...

Nach Abzug der Kosten und in Anbetracht der ständig ins Haus flatternden Rechnungen, sieht das ganze Projekt jetzt nicht mehr ganz so rosig aus, wie damals. Als wir mit unserer rosaroten Brille durch die süßen kleinen Zimmer schritten und voller Verzücken die blumigen Tapeten, sowie die altmodischen Gardinen im Stil des Gelsenkirchener Barock bewunderten.

Davon ab, unser Heim besitzt ein enormes Potential.
Den Charme einer alten Dame, die langsam in die Jahre gekommen ist, sich jedoch vor dem jungen Gemüse nicht verstecken muss. Mit seiner antiquarischen Ausstrahlung und dem, trotz seines Alters, lebendigen Stil werden wir jeden Tag neu überrascht.

Und genau in diesem alten charmanten Haus standen SIE. Das Vermächtnis der Vorbesitzerin, abzugeben in gute Hände. Und welche Hände wären wohl besser geeignet, als meine??? Vertrauensvoll zurückgelassen in einem dunklen Kellerregal, in einem Keller voller Schätze aus grauer Vorzeit, in welchem sich der leicht muffige Geruch alter Leute mit dem Neuen langsam vermischt. Lange Rede, kurzer Sinn: Dort standen zwei Bananenkisten voller Bücher...

Als ich die Kisten kurz durchwühlte, entdeckte ich neben einigen Klassikern von Hemmingway, einem Homer und eingien Daphne du Murier. Darüber hinaus seltene Literatur, einige Magazine und wunderschöne Bildbände mit Schwarz-Weiß-Fotografie aus den 60er Jahren.

Diesen Schatz will ich in der nächsten Zeit gern mit euch teilen, indem ich jeden Tag ein anderes Buch vorstellen und genau unter die Lupe nehmen möchte. Ich werde die alle lesen... ich weiß nur noch nicht wann!!!

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