Dienstag, 9. März 2010

Darauf habe ich jetzt noch gewartet

Weil Mütter von Kleinkindern oft vor Langeweile nicht wissen, wie sie einen sonnigen, wunderschönen Nachmittag herum bringen sollen, habe ich hier einen Vorschlag aller erster Güte:

Unser Mittelkind ist bisher in den meisten Krankenhäusern der näheren Umgebung und in den diversen Arztpraxen mit der dortigen Belegschaft per Du. Außer natürlich in unserem "hauseigenen" Krankenhaus, welches Luftlinie 20 Meter entfernt steht. Als wir damals in unsere Wohnung einzogen, fanden wir es ungemein praktisch direkt oberhalb der Notaufnahme zu wohnen. Man kann ja nie wissen!!!

Aller guten Dinge sind drei

Glücklicherweise mussten wir diesen hauseigenen Service bisher erst zweimal in Anspruch nehmen. Beim ersten Mal verweilte der Mittelfinger meines Göttergatten einen Moment zu lange zwischen Tür und Türrahmen, als ein fröhlich glucksendes Kleinkind diese mit Karacho zu schmiss! (Aua...)

Beim zweiten Mal verwechselte unsere Große beim Kartoffeln schälen die braune Kartoffel mit ihrem dicken Daumen.

Und nun zum Dritten: Unser Mittelkind, immer zu Späßen aufgelegt und mit einer blühenden Phantasie ausgestattet, kam auf die glorreiche Idee, das Geschmeide seiner Schwester in diverse Körperöffnungen zu stecken. Was kann man wohl daraus ableiten? Eine große Zukunft als Diamantenschmuggler wohl nicht, denn mit dem blanken Entsetzen in den Augen kam er zu mir, mit der Bitte "das da wieder raus" zu holen. Mein medizinisches Geschick hält sich in Grenzen und so habe ich beschlossen mit Kind und Kegel in unsere "hauseigene" Notaufnahme zu gehen. Keine fünf Minuten entfernt. Wie lange kann das wohl dauern?

Operation "Perle aus dem Ohr" kann beginnen

Es dauerte ewig und als wir dann endlich an der Reihe waren, meinte der behandelnde "Assistenzarzt" er könne die kleine Perle zwar sehen (!) aber nicht heraus holen. Dafür habe er nicht das richtige Werkzeug. Warum ich nicht sofort zum HNO gegangen wäre. Er gab mir einen Brief und wünschte gute Besserung. Ob so eine Perle von allein wieder herauskommt? Der Arzt verneinte kopfschüttelnd und ging zum nächsten Patienten. Und so machten wir vier uns auf zum HNO-Arzt und warteten dort auch noch mal eine Stunde in einem heißen, verschwitzten stickigen Raum, bis die dusslige Perle aus dem Ohr endlich befreit war.

Was für ein Nachmittag. Ich hoffe, alle Körperöffnungen bleiben nun verschont von irgendwelchen Experimenten. Aber falls so etwas noch einmal passiert, geh ich sofort zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die in der Notaufnahme haben doch keine Ahnung!!!

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