Donnerstag, 18. März 2010

Sonne macht glücklich

Schönes Wetter macht glücklich.
Nach den endlosen Wochen der herunterhängenden Mundwinkel, der verstopften Nasen und der ungemütlich kalten Füße zieht nun endlich der Frühling ein.
Ich freue mich riesig und meine drei Rabauken noch viel mehr. Endlich kann ich die dicken Wintersachen in die Tiefen des Schrankes verbannen. Unglücklicherweise habe ich diese vor drei Wochen bereits gewaschen, ohne daran zu denken, dass wir ja erst März haben und ich noch einmal von einem Schneesturm überrascht werden könnte.

Doppelt hält halt besser. So landen die Dinger jetzt noch einmal in der Waschmaschine!
Aber um auf das glücklich machende Wetter zurück zu kommen: Ein Ruck geht durch unsere kleine beschauliche Stadt. Menschen trauen sich wieder auf die Straße, genussvoll strecken sie ihre Gesichter in die hell scheinende Sonne und genießen die Wärme der leuchtenden Strahlen.
Die Knospen sprießen und die ersten Frühjahrsblüher stecken ihre Köpfe aus der Erde, die noch vor einigen Tage mit Schnee bedeckt war. Schau ich jetzt des Nachts aus meinem Küchenfenster, bin ich jedesmal überrascht, dass die Landschaft mich nicht mehr in Weiß anstrahlt, sondern die grauen Steinwände der Häuser in der Nachbarschaft mit ihrem alltäglichen dreckigem Gesicht verschlafen und in unterschiedlichen Grautönen dreinblicken.

So wie die Knospen spießen, verwandelt sich auch meine schlechte Winterlaune in ein fröhlich frühlingsfrisches Jubeln. Endlich macht mir Fenster putzen wieder Spaß! Das lästige Staubwischen wird mit dem Putztuch in der Hand zu einem freudigen Tanz . Krümel sind nicht mehr meine Feinde, sondern werden ohne zu zögern vernichtet. Ein heruntergefallenes Glas mit klebrigem Saft verschwindet auf mysteriöse Weise im Aufnehmer, ohne dass die ganze Nachbarschaft etwas bemerken würde und die Zimmer, in denen noch vor wenigen Tagen der Putztroll lebte und jegliche Ordnung zu verhindern wusste, wurde kurzerhand hinaus in die Sonne gestellt, wo er jämmerlich verendete...

Aber was rede ich da? ES IST FRÜHLING! Und Sonne macht glücklich.

Donnerstag, 11. März 2010

Eine Probefahrt ist lustig

Nachdem unser kleiner, von Rost durchzogener und mehrfach ausgebeulter Opel Corsa eines Tages zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand, nämlich vor der Ausfahrt des hiesigen Chef-Opel-Verkäufers B., bekamen wir für drei Tage ein Auto zum Probe fahren.

Warum B. in unseren alten Wagen hinein gefahren ist, kann sich heute keiner mehr richtig erklären und Mutmaßungen werden nicht angestellt. Fakt ist, es gab eine Einladung zur Probefahrt in einem Opel Vectra GTS V6 und das für ganze drei Tage, während unsere Rostlaube zum ortsansässigen Lackierer musste. Die ersten Testfahrten waren harmlos, beschränkten sie sich doch hauptsächlich auf den Weg zwischen Wohnung und Supermarkt. Später jedoch wurde jede Fahrt zur Probefahrt: Wie viel schafft der Wagen wohl auf freier Strecke mit seinen 270 PS? Zwischenzeitlich fühlte es sich an, wie eine Testfahrt auf dem Nürburgring. Dann folgte der Versuch, wie schnell der Vectra von Null auf Hundert kommt. Fazit: Sehr schnell. Mit glänzenden Augen stand mein Mann vor dem Auto, bot ihn mir zum Probe fahren an. Vorsichtige setzte ich mich in die Ledersitze und mit Respekt startete ich zu meiner ersten Testfahrt in einem solchen „Schiff“. Bin ja eher der vorsichtige Typ, solche Testfahrten sind nichts für mich. Aber es hat Spaß gemacht.

Telefonverkäufer am Werk

Ich sollte keine Werbetexte mehr schreiben! Warum? Es ereignete sich an einem schönen sonnigen Vormittag folgende Geschichte:

Gerade saß ich über einem Text zum Thema Handy, als plötzlich das Telefon klingelte und sich eine nette Dame mit sächsischem Akzent bei mir meldete. Ich kannte die Nummer nicht, ich hätte gar nicht dran gehen sollen! Sie erzählte einfach drauf los und beglückwünschte mich noch einmal zur Geburt meines fast 1,5 Jahre alten Sohnes und schwatzte mir zu allem Überfluss eine Zeitschrift auf. Und als Prämie (wer dabei noch an Zufall glaubt ist selber Schuld) gab es ein Handy! Ich, noch völlig verwirrt von meinem eigenen Text, der höchst ansprechend war(!), entschied mich dann für eine Kochzeitschrift. Ich weiß nicht mal wie das Ding hieß, aber es war am billigsten.

Ja, es war mal wieder einer dieser Tage, an denen ich mit meinen Gedanken mal wieder nicht bei der Sache war. Ein gelungener Tag für jeden Telefonterroristen. Bei uns rufen oft solche Leute an, meist wollen sie meinen Mann sprechen. Damit habe ich dann nichts zu tun, die muss mein Mann dann abwimmeln.

Manchmal lege ich einfach auf. Dann ist es mir auch egal was ich wann, wo und wie gewonnen habe. Aber wenn dann so eine nette Dame mit altheimatlichem Akzent am Telefon ist, dann bin ich manchmal etwas befangen. So sind wir kurz vor Weihnachten zu einer beträchtlichen Anzahl an Weinflaschen gekommen. Natürlich ohne Zeitschriftenabo, aber mit der Garantie eines erneuten Anrufes kurz vor den wichtigsten Feiertagen!!!

Was soll ich sagen? Ich bin schuldig. Vielleicht ist es besser, nicht mehr ans Telefon zu gehen. Ich werde es mir merken, wenigsten in den nächsten 6 Monaten, denn so lang geht mein tolles Probeabo für die Kochzeitschrift, von der ich erst am Tag der Lieferung weiß, wie sie nun heißt. Aber ich setze dann ein paar Rezepte rein...

Dienstag, 9. März 2010

Darauf habe ich jetzt noch gewartet

Weil Mütter von Kleinkindern oft vor Langeweile nicht wissen, wie sie einen sonnigen, wunderschönen Nachmittag herum bringen sollen, habe ich hier einen Vorschlag aller erster Güte:

Unser Mittelkind ist bisher in den meisten Krankenhäusern der näheren Umgebung und in den diversen Arztpraxen mit der dortigen Belegschaft per Du. Außer natürlich in unserem "hauseigenen" Krankenhaus, welches Luftlinie 20 Meter entfernt steht. Als wir damals in unsere Wohnung einzogen, fanden wir es ungemein praktisch direkt oberhalb der Notaufnahme zu wohnen. Man kann ja nie wissen!!!

Aller guten Dinge sind drei

Glücklicherweise mussten wir diesen hauseigenen Service bisher erst zweimal in Anspruch nehmen. Beim ersten Mal verweilte der Mittelfinger meines Göttergatten einen Moment zu lange zwischen Tür und Türrahmen, als ein fröhlich glucksendes Kleinkind diese mit Karacho zu schmiss! (Aua...)

Beim zweiten Mal verwechselte unsere Große beim Kartoffeln schälen die braune Kartoffel mit ihrem dicken Daumen.

Und nun zum Dritten: Unser Mittelkind, immer zu Späßen aufgelegt und mit einer blühenden Phantasie ausgestattet, kam auf die glorreiche Idee, das Geschmeide seiner Schwester in diverse Körperöffnungen zu stecken. Was kann man wohl daraus ableiten? Eine große Zukunft als Diamantenschmuggler wohl nicht, denn mit dem blanken Entsetzen in den Augen kam er zu mir, mit der Bitte "das da wieder raus" zu holen. Mein medizinisches Geschick hält sich in Grenzen und so habe ich beschlossen mit Kind und Kegel in unsere "hauseigene" Notaufnahme zu gehen. Keine fünf Minuten entfernt. Wie lange kann das wohl dauern?

Operation "Perle aus dem Ohr" kann beginnen

Es dauerte ewig und als wir dann endlich an der Reihe waren, meinte der behandelnde "Assistenzarzt" er könne die kleine Perle zwar sehen (!) aber nicht heraus holen. Dafür habe er nicht das richtige Werkzeug. Warum ich nicht sofort zum HNO gegangen wäre. Er gab mir einen Brief und wünschte gute Besserung. Ob so eine Perle von allein wieder herauskommt? Der Arzt verneinte kopfschüttelnd und ging zum nächsten Patienten. Und so machten wir vier uns auf zum HNO-Arzt und warteten dort auch noch mal eine Stunde in einem heißen, verschwitzten stickigen Raum, bis die dusslige Perle aus dem Ohr endlich befreit war.

Was für ein Nachmittag. Ich hoffe, alle Körperöffnungen bleiben nun verschont von irgendwelchen Experimenten. Aber falls so etwas noch einmal passiert, geh ich sofort zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die in der Notaufnahme haben doch keine Ahnung!!!

Schreibt mir eure Meinung