Donnerstag, 21. Januar 2010

Tag 5: Spaziergang im Schmelzwasser

Der Regen dauert die ganze Nacht an und macht aus der ehemals weißen Schneelandschaft eine braun-grau-grüne Matschpartie.
Nichtsdestotrotz zieht es uns hinaus: Gewappnet gegen Schnee und Wasser ziehen wir los und laufen mit dem Schmelzwasser den Berg hinunter. Voller Spannung beobachten wir, wie ein mit Schnee verstopfter Abfluss das ständig nachlaufende Schneewasser staut und sich daraus bald ein riesiger See bildet, der die Straße überflutet.
Allerdings hat der Bauer wohl erst vor wenigen Tagen sein Feld gedüngt und so vermischte sich das schmelzende Schneewasser mit der stinkenden Jauche vom Feld. Nach unserer kurzen, aber fachmännischen Erklärung, warum es denn hier so stinkt, fassen unsere Kinder die Tatsache kurz zusammen und machen einen "Pipi-See" daraus und haben einen Grund gefunden, endlich legatimiert in Fäkalsprache zu reden. Ein Riesenspaß. Sie finden das lange witzig...

Was der Schnee allerdings bis zum heutigen Tag nicht geschafft hat, übernimmt nun das Tauwasser: Unsere Schuhe sind total durchweicht, denn am Fuße des Berges standen wir mitten im Wasser und kamen nicht mehr voran. Um weiteren "Pipi-Seen" aus dem Weg zu gehen und den Fluten aus dem Himmel zu entfliehen, planen wir für den Rest des Tages einen Einkaufsbummel. Unser Weg führt vorbei an kleinen süßen Dörfern, bis wir schließlich in Donaueschingen landen uns aber zur Weiterfahrt nach Bad Dürrheim entschließen. Das war die bessere Idee, was sich beim Auffinden eines renomierten Spielzeuggeschäfts, in dem es nicht regnet, herausgestellt hat.

Zu allem Überfluss macht der kleinste Hase den Eindruck, als würde er Fieber bekommen. Ein Backenzahn lacht mich seit Tagen an. Heute, ausgerechnet heute muss er nun auch noch durchbrechen...

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