Mittwoch, 20. Januar 2010

Familienurlaub im Schnee

Tag 1: Urlaub auf der Überholspur

Die knapp 500 km bis zu unserem Ziel (ich bin unterwegs und weiß noch immer nicht wohin...) verbringen wir in einem überladenen Opel Zafira, zwei Kinder und ich auf der Rückbank und unsere Große als Unterstützung für das Navi vorn neben meinem Mann. Es ist der 2. Weihnachtsfeiertag und Hinz und Kunz ist auf dem Weg in den Skiurlaub. Wer könnt es ihnen verübeln?
Bereits um 5:45 Uhr ist das Auto, dank meiner besseren Hälfte gepackt. In Windeseile haben wir unseren Hausstand, ein Reisebett, Bettwäsche, diverse Kleidungsstücke, Kinderhochstuhl, Spielsachen, Bücher und Verpflegung für die nächsten 3 Wochen eingepackt. (Eigentlich bleiben wir nur 7 Tage!!!)

Morgens, gegen 8:00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Die Sonne guckt langsam und verschlafen hinter den Wolken hervor, leuchtet in rot-orange am Firmament und zaubert ein Lächeln auf meine Lippen. Ich bin jedes Mal überwältigt, wenn ich den Tag beginnen sehe.

Etliche Kilometer und Kindermusik-CDs später stehen wir im mit unheimlich vielen Urlaubswütigen im Stop-and-Go-Verkehr und halten verzweifelt nach einer Abfahrt Ausschau, denn die Kinder verlangen nach Pommes!

Nur gut, dass wir im Besitz einer Straßenkarte sind, wo zwischen Flensburg und Konstanz jedes Fast-Food-Restaurant mit dem "Goldenen M" eingezeichnet ist. Nur dumm, das wir hier nicht weg kommen. Das ist so üblich bei uns auf längeren Autofahrten und Urlaubsreisen, denn das geht schnell, ist für uns Eltern bequem und die Toiletten sind sauber!

Und dann plötzlich kann man die ersten schneebedeckten Hügelkuppen des Hochschwarzwalds erkennen, die bei den Kindern für verzückte "Oh" und "Ah" -Rufe sorgen. Entlang der verschneiten Straßen führt uns unser Weg nun endlich durch dichte Wälder und an lauschigen, hinreißenden Dörfern vorbei, die mit ihren typischen Fassaden am Berghang stehen und an eine Modelleisenbahnanlage erinnern.

Wir sind endlich angekommen!

Wir erreichen unser Quartier im verschneiten Dittishausen, am frühen Nachmittag. Dabei handelt es sich um eine kleine 3-Zimmer-Ferienwohnung im Stil der 70er eingerichtet, bei der mein Mann behauptet, die sah vor 25 Jahren schon genauso aus. Ja, genau so! Denn er war vor 25 Jahren selber hier, mit seinen Eltern! Die buntgeblümten Perser, die altbacken Holzmöbel und die Deko im Gelsenkirchener Barock sollen den Urlauber nur von den winzigen Zimmern ablenken, in denen die Betten stehen. Ob wir wohl Platz für das Kinderbett vom Mini haben? Das Bad ist eine bessere Abstellkammer, denn drehen ist gerade noch drin, aber das ist auch alles!

Genug gemotzt, denn eigentlich ist es ja süß, wenn man keine Luxushotels gewöhnt ist und sich mit wenig zufrieden gibt. Die Kinder haben sofort den Fernseher entdeckt, für die ist der Urlaub schon perfekt...

Wir haben uns auch schnell eingerichtet und können uns somit noch hinaus in den Schnee wagen. Im Schein der untergehenden Sonne erkunden wir das kleine Dorf und die Rodelwiese vor dem Haus. Voller Freude wälzen sich unsere 3 Schneemänner im kalten Nass. Eiszapfen zum Lutschen und Schneeseife in Mamas Nacken machen den ersten Tag komplett.

Na dann gute Nacht!

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